Prozess nach Messerangriff auf Ex-Partnerin startet in Bremen
Ein 40-Jähriger soll seine frühere Partnerin in Gröpelingen mit einem Messer attackiert und gewürgt haben. Ab 9. September steht er vor dem Landgericht Bremen.
Vor dem Landgericht Bremen beginnt am Mittwoch, 9. September, der Prozess gegen einen 40 Jahre alten Mann wegen versuchten Mordes und weiterer Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn, seine frühere Lebenspartnerin im März an der Gröpelinger Heerstraße angegriffen zu haben.
Demnach soll der Mann am 12. März hinter einem Fahrzeug auf die Frau gewartet haben. Als sie eintraf, soll er sie bedroht, mit einem Messer an der Wange verletzt und zu Boden gebracht haben. Anschließend soll er sie bis zu einer kurzzeitigen Bewusstlosigkeit gewürgt und ihr zahlreiche Schnittverletzungen im Gesicht zugefügt haben.
Flucht in ein Fahrzeug
Nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft konnte die Frau in ein Fahrzeug flüchten. Der Angeklagte soll ihr gefolgt sein und weiter mit dem Messer auf sie eingewirkt haben. Sie erlitt den Angaben zufolge 47 Schnittverletzungen im Gesicht. Die Narbenbildung sei dauerhaft.
Als mögliches Motiv nennt die Anklage die Vorstellung des Mannes, die Frau habe ihn betrogen. Er soll dadurch seine Ehre als verletzt angesehen haben. Bereits im Juli 2025 soll er die Frau in einer Wohnung an der Elisabethstraße mit dem Tod bedroht haben. Im November 2025 soll er zudem eine beleidigende Bezeichnung in ihr Bettgestell geritzt haben.
Mehrere Verhandlungstage
Nach Angaben des Gerichts könnte die Schuldfähigkeit des Angeklagten bei den mutmaßlichen Taten erheblich vermindert gewesen sein. Der Prozess ist zunächst bis zum 9. November terminiert. Weitere Verhandlungstage sind Ende September sowie im Oktober und November vorgesehen. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.
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Landgericht BremenKommentare
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