„Paulas Fest“ lässt Modersohn-Becker im Künstlerinnenhimmel auftreten
Die Cosmos Factory widmet Paula Modersohn-Becker in der Bötjerschen Scheune ein Theaterstück zum 150. Geburtstag der Künstlerin.
Mit „Paulas Fest“ bringt die Cosmos Factory die Malerin Paula Modersohn-Becker in der Bötjerschen Scheune auf die Bühne. Die Produktion entstand aus Anlass ihres 150. Geburtstags und verbindet Stationen aus ihrem Leben mit einer fantastischen Begegnungsebene nach ihrem Tod.
Der Spielraum ist als langer schwarzer Streifen durch die Scheune angelegt. Die Besucher sitzen auf beiden Seiten und blicken damit direkt auf das Geschehen zwischen ihnen. Zu Beginn werden sie mit Orangenduft auf die besondere Atmosphäre des Stücks eingestimmt.
Mythos und Biografie
Regisseur und Darsteller Oliver Peuker entwickelte das Konzept und übernimmt die Rolle des Ladon. Die Figur stammt aus der griechischen Mythologie: Als Drache bewacht Ladon den Baum des Lebens. Dessen goldene Äpfel werden in der Inszenierung als Orangen aufgegriffen.
Nach der Beisetzung der früh verstorbenen Künstlerin setzt die Handlung in einem Künstlerinnenhimmel ein. Dort können Figuren aus unterschiedlichen Zeiten aufeinandertreffen. Die Aufführung greift anschließend weitere Lebensabschnitte Modersohn-Beckers auf und thematisiert auch abwertende, von Frauenfeindlichkeit geprägte Urteile über ihre Kunst.
Drei Darstellerinnen als Paula
Judith Mundinger, Anouk Falkenstein und Judith Speckmaier verkörpern Paula Modersohn-Becker abwechselnd. Speckmaier setzt dabei musikalische Akzente, Mundinger arbeitet besonders körperbetont und emotional. Falkenstein prägt ihre Szenen durch ihre eigene Sprachmelodie und Stimme. Die Inszenierung verbindet ein anspruchsvolles Konzept mit einem unmittelbar gespielten Ensembleabend.
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Weser Report UmlandKommentare
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