Oldenburg vor der Stichwahl: Prange trifft auf Rohr
Ulf Prange lag im ersten Wahlgang knapp vor Jascha Rohr. Am 27. September entscheidet Oldenburg über die Nachfolge von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
Oldenburg entscheidet am Sonntag, 27. September, in einer Stichwahl über den künftigen Oberbürgermeister. Ulf Prange von der SPD tritt gegen den parteilosen Jascha Rohr an, der von Grünen und CDU unterstützt wird. Im ersten Wahlgang lagen beide nur 2,62 Prozentpunkte auseinander.
Prange erreichte am 13. September 33,16 Prozent der Stimmen. Rohr kam auf 30,54 Prozent. Da keiner der insgesamt neun Bewerberinnen und Bewerber die absolute Mehrheit erhielt, wurde die zweite Abstimmungsrunde notwendig.
Unterschiedliche Erfahrungen
Der 51-jährige Prange ist Jurist und seit vielen Jahren in der Oldenburger Politik aktiv. Mit einer Unterbrechung gehört er seit 2006 dem Stadtrat an. Seit 2013 sitzt er als direkt gewählter Abgeordneter für den Oldenburger Süden im niedersächsischen Landtag. Zudem war er Vorsitzender der SPD in Oldenburg und führte die Ratsfraktion.
Rohr ist ebenfalls 51 Jahre alt und stammt aus Oldenburg. Er studierte zunächst Musikinstrumentenbau, später Philosophie und Soziologie. Heute leitet er ein Beratungsunternehmen mit Standorten in Oldenburg und Berlin, das Beteiligungsverfahren organisiert. Politische Mandate oder Ämter hatte er bislang nicht inne.
Stimmen neu verteilt
Für den Ausgang dürfte entscheidend sein, wie sich die Wählerinnen und Wähler der sieben ausgeschiedenen Kandidierenden verhalten. Offen ist außerdem, ob die gestiegene Wahlbeteiligung aus dem ersten Wahlgang in der Stichwahl Bestand hat. Rohr setzt auf die gemeinsame Unterstützung von Grünen und CDU, während Prange mit dem Vorsprung aus der ersten Runde antritt.
Der Gewinner folgt auf Jürgen Krogmann. Der bisherige Oberbürgermeister hatte angekündigt, nach zwölf Jahren im Amt nicht erneut zu kandidieren.
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