OHB Italia entwickelt Italiens nächsten PRISMA-Erdbeobachtungssatelliten
Die italienische Raumfahrtagentur ASI beauftragt OHB Italia mit PRISMA Second Generation. Der Satellit soll bis Ende 2031 ins All starten.
Die italienische Raumfahrtagentur ASI hat OHB Italia mit der Entwicklung von PRISMA Second Generation beauftragt. Der neue Erdbeobachtungssatellit soll spätestens Ende 2031 starten und die italienischen Fähigkeiten zur hyperspektralen Erdbeobachtung ausbauen.
OHB Italia übernimmt als Hauptauftragnehmerin die Entwicklung des gesamten Satellitensystems. Das Unternehmen gehört zum Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB SE.
Präzisere Messungen geplant
Die Mission knüpft an den ersten PRISMA-Satelliten an, der seit 2019 im Orbit arbeitet. Die neue Generation soll bessere Beobachtungsdaten liefern. Vorgesehen sind Einsatzmöglichkeiten beim Monitoring von Umwelt und Klima, beim Management natürlicher Ressourcen sowie bei der Beobachtung von Katastrophen.
Hyperspektrale Sensoren erfassen Licht in vielen eng abgegrenzten Wellenlängenbereichen. Dadurch können sie Eigenschaften von Oberflächen und Materialien detaillierter unterscheiden als herkömmliche Kamerasysteme.
Industriekonsortium beteiligt
Für die Mission arbeiten mehrere italienische Raumfahrtunternehmen zusammen. Thales Alenia Space Italia soll als Unterauftragnehmer die Satellitenplattform liefern. Leonardo ist für das hyperspektrale Messinstrument vorgesehen.
Die OHB-Gruppe verfügt bereits über Erfahrung mit solchen Erdbeobachtungsmissionen. Für Deutschland realisierte sie den Umweltsatelliten EnMAP, der seit 2022 Daten für Umwelt- und Klimaforschung liefert. Zudem ist OHB an der europäischen Copernicus-Mission CHIME beteiligt, die künftig ebenfalls hyperspektrale Daten für Umwelt, Landwirtschaft und Klima bereitstellen soll.
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