Polizei

Offener Schaltschrank löst Großeinsatz am Umspannwerk aus

Nach dem Fund eines offenen Schaltschranks in Ganderkesee durchsuchten Einsatzkräfte ein Umspannwerk. Hinweise auf einen Anschlag gibt es nicht.

04. September 2026, 12:32 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Ein offener Schaltschrank hat in der Nacht zu Freitag einen größeren Polizei- und Sucheinsatz an einem Umspannwerk in Ganderkesee ausgelöst. Die Anlage am Schlutterweg wurde umfassend überprüft. Hinweise auf einen Einbruch oder einen Anschlag fanden die Einsatzkräfte nach Polizeiangaben nicht.

Eine Streifenbesatzung hatte den geöffneten Schrank bei einer Kontrolle entdeckt. Wegen der Bedeutung technischer Anlagen für die Stromversorgung wurde das Gelände anschließend mit erheblichem Aufwand abgesucht. Auch Hubschrauber und Diensthunde waren im Umfeld im Einsatz. Das Technische Hilfswerk unterstützte die Maßnahmen.

Keine Gefahr festgestellt

Der Betreiber teilte mit, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Anwohnerinnen und Anwohner bestanden habe. Die Polizei schließt einen gezielten Angriff auf das Umspannwerk derzeit aus. Warum der Schaltschrank offenstand, geht aus den Angaben nicht hervor.

Vorfälle erhöhen Aufmerksamkeit

Besonders aufmerksam reagierten die Behörden nach jüngsten Angriffen auf Stromanlagen in anderen Bundesländern. In Dormagen in Nordrhein-Westfalen sollen Unbekannte versucht haben, einen Kurzschluss an einem Umspannwerk herbeizuführen. Dort wurden laut Polizei eine Vorrichtung und ein Bekennerschreiben entdeckt. Am Umspannwerk bei Jänschwalde in Brandenburg waren zudem mehrere selbstgebaute Sprengvorrichtungen gefunden worden.

In der Region gibt es nach Angaben des Betreibers rund zehn vergleichbare Anlagen, darunter in Lüstringen und Meppen. Einzelheiten zu deren Schutzkonzept werden nicht veröffentlicht.

Schauplatz

Schlutterweg, Ganderkesee

Orte

Ganderkesee

Originalquelle

NDR Niedersachsen

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