NOVO-Entwurf soll Kostenrahmen von 75 Millionen Euro halten
Der überarbeitete Entwurf für das NOVO Bremerhaven verbindet Stadtbibliothek und Jugendherberge. Die Fertigstellung ist weiterhin für 2029 vorgesehen.
Für das geplante NOVO in der Bremerhavener Innenstadt liegt ein überarbeiteter Entwurf vor. Nach Angaben der Stadt kann das Gebäude für 75 Millionen Euro gebaut und 2029 fertiggestellt werden. Vorgesehen sind unter anderem eine Stadtbibliothek, eine Jugendherberge, Gastronomie sowie Veranstaltungs- und Tagungsräume.
Der neue Planungsstand basiert auf dem im Mai ausgewählten Entwurf „Baukasten“. Hinweise der Jury und von Beteiligten aus der Stadtgesellschaft wurden anschließend eingearbeitet. Die Fachjury bewertete nun vor allem die transparente Gestaltung, die Begrünung und die geplante Verbindung zum Columbus Center positiv.
Flächen wurden reduziert
Eine zentrale Aufgabe war es, die vorgesehenen Flächen zu verkleinern, damit das Projekt innerhalb des Budgets bleibt. Die Städtische Grundstückgesellschaft STÄGRUND soll die 75 Millionen Euro investieren. Die Summe soll über einen Zeitraum von 30 Jahren durch Mieteinnahmen refinanziert werden.
Geplant wird das Gebäude in einer Integrierten Projektallianz. Bei diesem Verfahren arbeiten Auftraggeber, Planungsbüros, spätere Nutzer und Bauunternehmen bereits in einer frühen Phase zusammen. Dadurch sollen Kosten, Termine und bauliche Umsetzbarkeit fortlaufend geprüft werden.
Bibliothek auf drei Ebenen
Die Stadtbibliothek soll sich vom Erdgeschoss über drei Ebenen erstrecken. Vorgesehen sind Bereiche zum Lesen, Arbeiten, Experimentieren und Austauschen. Hinzu kommen sechs Tagungsräume sowie ein eigener Veranstaltungsraum. Die Zimmer der Jugendherberge sollen in den drei darüberliegenden Geschossen untergebracht werden.
Auf den Dachflächen sind ein öffentlich zugänglicher Stadtbalkon, ein Lesegarten, eine Fläche für biologische Vielfalt und Photovoltaikanlagen geplant. Eine regelmäßige Tragstruktur und großzügige Raumhöhen sollen spätere Veränderungen ermöglichen. Bei zusätzlichem Flächenbedarf könnten Zwischenebenen eingezogen werden.
Fassade noch offen
Der gestaffelte Baukörper soll zwischen den kleineren historischen Gebäuden und den größeren Strukturen rund um das Columbus Center vermitteln. Große Glasflächen sind bereits Teil des Konzepts. Über die genaue Fassadengestaltung und die verwendeten Materialien ist jedoch noch nicht abschließend entschieden.
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