NDR-Doku erzählt 40 Jahre Migrationsgeschichte aus Achim
„Wir Kinder vom Bürgerzentrum“ begleitet frühere Besucher des Achimer BÜZ. Der NDR zeigt den 45-minütigen Film am 19. Oktober.
Eine neue NDR-Dokumentation blickt auf mehr als vier Jahrzehnte Migrationsgeschichte in Achim. „Wir Kinder vom Bürgerzentrum“ wird am Montag, 19. Oktober 2026, von 22 bis 22.45 Uhr im NDR ausgestrahlt. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die als Kinder das Bürgerzentrum im Magdeburger Viertel besuchten.
Das BÜZ besteht seit 1981 und wurde für viele Kinder aus zugewanderten Familien zu einem wichtigen Treffpunkt. Der Film erinnert unter anderem an Feiern, Kickerturniere und Mädchenabende. Zugleich zeichnet er nach, wie sich die Lebenswege der damaligen Besucher entwickelt haben. Viele von ihnen sind inzwischen selbst Eltern.
Wochenlange Dreharbeiten
Für die 45-minütige Dokumentation drehte ein NDR-Team mehrere Wochen in Achim. Interviewt wurden frühere Besucher, Beschäftigte des heutigen Bürgerzentrums, Bürgermeister Rainer Ditzfeld und der langjährige Leiter Dirk Ysker. Ein Teil der Aufnahmen entstand im Ratssaal des Achimer Rathauses.
Ysker leitete das Zentrum fast 40 Jahre lang. In dieser Zeit begleitete das Team Familien unterschiedlicher Herkunft: von Angehörigen der ersten Einwanderergeneration über kurdische Geflüchtete bis zu Menschen, die seit 2015 nach Deutschland kamen.
Archiv wird geöffnet
Für den Film stellte der inzwischen pensionierte Sozialarbeiter erstmals Material aus seinem Archiv zur Verfügung. Fotos, Dias und Videos dokumentieren den Alltag im Bürgerzentrum und geben Einblicke in die Geschichten mehrerer Familien.
Die Dokumentation verbindet dieses Archivmaterial mit heutigen Begegnungen. Ysker trifft frühere BÜZ-Kinder wieder und spricht mit ihnen über ihre Erfahrungen, Brüche und Hoffnungen. Einige Tage vor der Fernsehausstrahlung ist zudem eine Premiere im Achimer Kulturhaus Kasch vorgesehen. Dazu sollen vor allem Mitwirkende und weitere Gäste eingeladen werden.
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