Nach Angriff auf schwules Paar: FDP fordert konsequente Ermittlungen
Nach dem Angriff auf zwei Männer in der Bremer Altstadt verlangt die FDP eine konsequente Strafverfolgung und mehr Einsatz gegen Homophobie.
Nach dem homophoben Angriff auf ein schwules Paar in der Bremer Innenstadt fordert die FDP-Fraktion eine konsequente Strafverfolgung. Zugleich müssten Schulen, Jugendarbeit und Integrationsangebote deutlicher gegen homosexuellenfeindliche Einstellungen vorgehen, erklärte der innenpolitische Sprecher Marcel Schröder.
Religion, Kultur oder Tradition könnten Homophobie nicht rechtfertigen, sagte Schröder. Entsprechende Einstellungen müssten in allen gesellschaftlichen Gruppen offen benannt und bekämpft werden. Neben Prävention seien der Schutz und die Unterstützung der Betroffenen entscheidend.
Angriff nach Einheitsfeier
Die beiden Männer im Alter von 29 und 33 Jahren waren am Samstagabend nach den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit auf dem Heimweg. Gegen 23 Uhr trafen sie nach Polizeiangaben in der Obernstraße und der Sögestraße auf eine Gruppe von etwa zehn Personen.
Mehrere junge Männer sollen das Paar homophob beleidigt und anschließend körperlich angegriffen haben. Laut FDP-Mitteilung fielen die Beleidigungen auf Arabisch. Der 29-Jährige wurde verletzt und ambulant in einem Krankenhaus behandelt.
Staatsschutz ermittelt
Die Ermittlungen führt der Staatsschutz der Bremer Kriminalpolizei. Diese Abteilung befasst sich unter anderem mit Straftaten, bei denen ein politisches oder menschenfeindliches Motiv vermutet wird.
Schröder erklärte, jeder Mensch müsse in Bremen seine sexuelle Orientierung offen und ohne Angst leben können. Aufklärung allein reiche bei Gewalttaten nicht aus. Die Verantwortlichen müssten ermittelt und strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.
Schauplatz
Orte
Originalquelle
FDP-Fraktion BremenKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.