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MTG-I2 im All: Bremer OHB liefert Technik für neue Wettersatelliten

Der Satellit MTG-I2 ist mit einer Ariane 6 gestartet. Seine Daten sollen Wetterdienste bei Unwetterwarnungen und Beobachtungen über Europa unterstützen.

28. August 2026, 08:34 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Der europäische Wettersatellit MTG-I2 ist erfolgreich mit einer Ariane-6-Rakete vom Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana gestartet. Nach 36 Minuten wurde der Satellit planmäßig von der Rakete getrennt und auf seine geostationäre Transferbahn gebracht.

Mit MTG-I2 befinden sich nun drei Satelliten der neuen Meteosat-Third-Generation-Reihe im All: die Imager MTG-I1 und MTG-I2 sowie der Sounder MTG-S1. Die Satelliten sollen die Wetterbeobachtung und Unwetterwarnungen in Europa verbessern.

Schnellere Bilder für Europa

Nach der Inbetriebnahme soll MTG-I2 gemeinsam mit den übrigen Satelliten deutlich häufigere und detailliertere Beobachtungen ermöglichen. Die gesamte Erdscheibe soll alle zehn Minuten erfasst werden. Für Europa sind neue Satellitenbilder im Abstand von 2,5 Minuten vorgesehen. Dadurch können Wetterdienste die Entstehung und Entwicklung schwerer Gewitter genauer verfolgen.

MTG-I1 verfügt zudem über einen Lightning Imager, der Blitzaktivität kontinuierlich aus dem geostationären Orbit beobachtet. MTG-S1 misst Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile der Atmosphäre aus rund 36.000 Kilometern Höhe. Auf den Sounder-Satelliten unterstützt die Copernicus-Mission Sentinel-4 außerdem die Überwachung der Luftqualität über Europa.

OHB baut zentrale Komponenten

Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB war nach eigenen Angaben an allen sechs Satellitenplattformen des MTG-Systems beteiligt. Die Flotte besteht insgesamt aus vier Imager- und zwei Sounder-Satelliten. OHB lieferte außerdem Baugruppen für die Bildinstrumente sowie die Infrarot-Sounder und war für Entwicklung und Bau der beiden Sounder-Satelliten verantwortlich. Hauptauftragnehmerin für das Gesamtsystem ist Thales Alenia Space.

Die im Einsatz befindlichen Satelliten sind für eine Betriebsdauer von 8,5 Jahren ausgelegt, verfügen laut OHB aber über Treibstoffreserven für mehr als zehn Jahre. Weitere Plattformen und Instrumente lagern bereits als Nachfolger. Das Programm soll Wetter-, Klima- und Erdbeobachtungsdaten bis in die 2040er-Jahre sichern.

Originalquelle

OHB SE

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