Michael Kumpfmüller liest in Oldenburg aus „Böse Kinder“
Der Schriftsteller Michael Kumpfmüller stellt am 15. September seinen neuen Drei-Generationen-Roman im Wilhelm13 vor.
Der Schriftsteller Michael Kumpfmüller kommt am Dienstag, 15. September, mit seinem Roman „Böse Kinder“ nach Oldenburg. Im Wilhelm13 liest er aus dem Buch und spricht anschließend mit der Literaturwissenschaftlerin Gesa Steinbrink. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Die Karten kosten 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Sie können über die Internetseite des Literaturhauses Oldenburg reserviert werden.
Familienbild gerät ins Wanken
Im Mittelpunkt des Romans steht Vincent, ein früherer hoher Ministerialbeamter, der nach seinem 85. Geburtstag unerwartet ins Krankenhaus kommt. Seine Söhne Tom und Alexander finden daraufhin im Keller Unterlagen, die ihr Bild der Eltern grundlegend verändern: Ihr Vater führte zahlreiche Affären, auch die Mutter hatte Beziehungen außerhalb der Ehe.
Die erwachsenen Brüder beginnen, die vermeintliche Vorzeigefamilie neu zu betrachten. Zugleich werden sie mit ihrem eigenen Leben als Väter konfrontiert. Der Roman verfolgt, wie nicht aufgearbeitete Erfahrungen der Nachkriegszeit und eingeübte Verhaltensmuster über Generationen in Familien fortwirken.
Autor mit Kafka-Roman bekannt
Kumpfmüller arbeitete zunächst als freier Journalist in Berlin und veröffentlichte seit dem Jahr 2000 mehrere Romane. Sein Buch „Die Herrlichkeit des Lebens“ über Franz Kafkas letztes Lebensjahr und dessen Beziehung zu Dora Diamant wurde in 27 Sprachen übersetzt und 2024 verfilmt. Mit „Die Erziehung des Mannes“ und „Tage mit Ora“ war Kumpfmüller für den Deutschen Buchpreis nominiert.
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