Panorama

Mehr Seehundjunge im niedersächsischen Wattenmeer gezählt

Bei den Zählflügen im Wattenmeer wurden 2.395 junge Seehunde erfasst. Hinweise auf Staupe oder Vogelgrippe fanden die Untersuchungen nicht.

28. August 2026, 11:44 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Niedersächsisches Wattenmeer (Archivfoto)
Niedersächsisches Wattenmeer (Archivfoto) | Foto: Stephan Sprinz & some minor additional editing by Cart / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Im niedersächsischen Wattenmeer sind in diesem Jahr 2.395 junge Seehunde gezählt worden. Das waren 60 mehr als 2025. Insgesamt erfassten Beobachter zwischen Ems und Elbe 7.957 Seehunde. Die Gesamtzahl lag damit um knapp 450 Tiere unter dem Vorjahreswert, nach Einschätzung des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) aber innerhalb üblicher Schwankungen.

Fünf Flüge zur Erfassung

Die Zählungen fanden vom 9. Juni bis 21. August an fünf Terminen aus der Luft statt. Dabei beobachteten die Fachleute auch mehrere Geburten. Die gesichteten Tiere wirkten nach Angaben des LAVES gesund und vital.

Keine Hinweise auf Seuchen

Zusätzliche Untersuchungen an verendet aufgefundenen oder eingeschläferten Seehunden brachten keine Hinweise auf Infektionen mit Seehundstaupe oder Vogelgrippe. Die Untersuchungen wurden unter anderem in einem LAVES-Institut in Oldenburg vorgenommen. Häufig nachgewiesen wurden Parasiten in Lunge und Darm. Dies sei bei Wildtieren zunächst nicht ungewöhnlich, müsse aber weiter beobachtet werden.

Die Erfassung gehört zu einem internationalen Monitoring, das seit 1990 auf einem Abkommen zum Seehundschutz mit Dänemark und den Niederlanden beruht. Niedersachsen organisiert die Zählflüge seit 2005; auch ehrenamtliche Jäger waren beteiligt. Staupe-Epidemien hatten die Bestände 1988 und 2002 deutlich verringert.

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