Mehr Anliegen bei unabhängiger Polizeibeauftragter in Bremen
Bürger und Polizeibeschäftigte wenden sich häufiger an die unabhängige Beauftragte. Ihr zweiter Tätigkeitsbericht rückt das Thema Vertrauen in den Mittelpunkt.
Die unabhängige Beauftragte für die Polizei Bremen verzeichnet eine deutlich gestiegene Zahl von Anliegen. Das geht aus ihrem zweiten Tätigkeitsbericht hervor, den Amtsinhaberin Sermin Riedel am Dienstag vorgestellt hat. Konkrete Fallzahlen nennt die Mitteilung der Bremischen Bürgerschaft nicht.
An die Beauftragte wenden sich sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Beschäftigte der Polizei. Riedel bewertet die Entwicklung positiv. Die höhere Zahl der Eingaben erleichtere es, wiederkehrende Probleme zu erkennen und mögliche Veränderungen anzuregen.
Vertrauen im Mittelpunkt
Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auf dem Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei. Zugleich betrachtet er, wie Polizeibeschäftigte ihre eigene Organisation wahrnehmen. Nach Einschätzung der Beauftragten können verständlich erklärte Entscheidungen, offene Kommunikation und ein fairer Umgang dazu beitragen, Vertrauen zu bewahren oder zurückzugewinnen.
Die gestiegene Nutzung der Anlaufstelle wertet Riedel zudem als Zeichen dafür, dass das Amt inzwischen bekannter geworden ist. Menschen vertrauten demnach darauf, dass ihre Anliegen unabhängig geprüft werden. Welche konkreten Beschwerden oder strukturellen Auffälligkeiten im Berichtszeitraum besonders häufig vorkamen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Amt seit 2022
Riedel wurde im März 2022 zur ersten unabhängigen Beauftragten für die Feuerwehr der Stadt Bremen und die Polizei des Landes Bremen gewählt. Organisatorisch ist die Polizei- und Feuerwehrbeauftragte bei der Bürgerschaftskanzlei angesiedelt. Der vollständige Tätigkeitsbericht ist auf der Internetseite der Beauftragten abrufbar.
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