Linke fordert Ausbau der Drogen- und Überlebenshilfe
Zum Overdose Awareness Day verweist die Bremer Linke auf 27 registrierte Drogentote im Land Bremen und fordert mehr niedrigschwellige Hilfen.
Im Land Bremen sind im vergangenen Jahr offiziell 27 Menschen infolge von Drogenkonsum gestorben. Bundesweit wurden 2150 Todesfälle registriert. Darauf verweist die Bremer Linke anlässlich des internationalen Overdose Awareness Day, der an Menschen erinnert, die durch Überdosierungen oder Folgen des Drogenkonsums starben.
Der drogenpolitische Sprecher der Partei, Dmitri Zelenin, fordert einen weiteren Ausbau der Drogen- und Überlebenshilfe. Angebote müssten niedrigschwellig erreichbar und am Bedarf der Betroffenen ausgerichtet sein.
Mehr Hilfen gefordert
Als wichtige Maßnahmen nennt Zelenin Drogenkonsumräume, Drug-Checking, also die Untersuchung von Substanzen auf Inhaltsstoffe, sowie Substitutionsangebote. Zudem fordert er eine gut ausgestattete Notfallversorgung mit Naloxon. Das Medikament kann die Wirkung von Opioiden bei einer Überdosierung aufheben.
Nach Ansicht der Linken hat die Drogenhilfestrategie im Land Bremen in den vergangenen Jahren Fortschritte ermöglicht. Die bestehenden Angebote müssten jedoch weiterentwickelt werden, um Betroffenen langfristige Perspektiven zu eröffnen.
Kritik an Verdrängung
Zelenin kritisiert zugleich Polizeikontrollen im Umfeld von Hilfseinrichtungen und Toleranzflächen sowie eine Verlagerung drogenkonsumierender Menschen in andere Stadtteile. Diese Praxis erschwere aus seiner Sicht den Zugang zu lebenswichtigen Hilfen. Die Partei fordert deshalb, eine solche Verdrängungspolitik zu beenden.
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Die Linke BremenKommentare
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