KV Bremen legt Millioneninvestitionen in Verius-Fonds offen
Nach einem Gerichtsbeschluss nennt die KV Bremen erstmals Zahlen: Sie investierte sieben Millionen Euro in zwei Verius-Fonds und erhielt 1,3 Millionen Euro zurück.
Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen (KV) hat zwischen 2018 und 2021 insgesamt sieben Millionen Euro in zwei Immobilienentwicklungsfonds der Verius Capital AG investiert. Das teilte die KV mit, nachdem das Verwaltungsgericht Bremen am 20. Oktober die Herausgabe entsprechender Angaben angeordnet hatte.
Die Investitionen flossen demnach in die Fonds Verius II und Verius III. Zwischen 2019 und 2023 erhielt die KV Ausschüttungen von insgesamt 1,3 Millionen Euro. Damit stehen den Einzahlungen bislang Rückflüsse in Höhe von knapp einem Fünftel der investierten Summe gegenüber.
Keine Beschwerde geplant
Die KV will die gerichtliche Anordnung umsetzen und nicht vor das Oberverwaltungsgericht ziehen. Vorausgegangen waren Anfragen des Weser-Kuriers zur Anlagetätigkeit. Eine ausführliche Auskunft hatte die KV zunächst unter anderem mit Verweis auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse verweigert. Die Zeitung verlangte daraufhin gerichtlich Angaben zur Höhe und zum Zeitpunkt der Investitionen.
Ob und in welcher Höhe weitere Beträge zurückfließen, ist offen. Nach Darstellung der KV stimmt sie sich mit anderen Gläubigern über mögliche Schritte ab. Dabei würden auch rechtliche Verfahren geprüft, um weitere Teile der Investitionen zurückzuerlangen.
Ausgang weiter offen
Die KV widerspricht der Darstellung, das eingesetzte Kapital sei vollständig verloren. Zur aktuellen Werthaltigkeit der Beteiligungen oder zur Höhe möglicher weiterer Rückzahlungen machte sie in ihrer Mitteilung jedoch keine konkreten Angaben.
Nach eigenen Angaben verfolgt die KV insgesamt eine defensive Anlagestrategie. Gelder würden auf verschiedene Anlageprodukte und mehrere Kreditinstitute verteilt. Der gesamte Anlagenmix habe Zuwächse erzielt. Konkrete Zahlen zum Gesamtergebnis nannte die KV in diesem Zusammenhang nicht.
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