Jugendliche aus Tagawa erleben Inklusion an Bremer Schulen
15 Achtklässlerinnen und Achtklässler aus Japan besuchen Bremen, um inklusive Bildung und Sportangebote kennenzulernen.
15 Schülerinnen und Schüler aus der japanischen Stadt Tagawa sind derzeit in Bremen zu Gast. Die Achtklässlerinnen und Achtklässler informieren sich über inklusiven Unterricht, also gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung.
Auf dem Programm stehen eine Hospitation an der Oberschule an der Ronzelenstraße, gemeinsamer Sport im Sportzentrum sowie Kochen und Unterricht mit Bremer Jugendlichen. Außerdem besucht die Delegation den Landesbehindertenbeauftragten und das Kinder- und Bildungsressort.
Einblick in den Schulalltag
Begleitet werden die Jugendlichen von Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Tagawa in der Präfektur Fukuoka. Untergebracht sind sie bei Familien der Oberschule an der Ronzelenstraße und der Oberschule Sebaldsbrück.
Die Reise soll zeigen, wie Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Schule und Sport umgesetzt werden kann. Die Delegation besucht Deutschland bereits zum vierten Mal. Das Projekt entstand nach den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio 2020. Für Bremen ist es der zweite Besuch aus Tagawa.
Ausbau der Angebote
Bremen verweist auf eine Inklusionsquote von 99,4 Prozent im Jahr 2025. Zum Schuljahr 2026/27 wurden nach Angaben des Bildungsressorts 176 Kinder mit Förderbedarf im Bereich Geistige Entwicklung eingeschult, zehn mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Schulstandorte in diesem Förderbereich stieg seit 2017/18 von 39 auf 81.
Bis Ende des Schuljahres 2026/27 sollen zudem 30 Lehrkräfte für Sonderpädagogik weiterqualifiziert werden. Für 2027 ist eine Zertifikatsausbildung zum Umgang mit Autismus für 170 Lehrkräfte geplant. Die Oberschule an der Ronzelenstraße strebt eine dauerhafte Zusammenarbeit mit Tagawa an, die auch Besuche Bremer Schülerinnen und Schüler in Japan ermöglichen soll.
Schauplatz
Originalquelle
Senatspressestelle BremenKommentare
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