Jan-Uwe Rogge wirbt für mehr Gelassenheit bei Oma und Opa
Ein neues Buch von Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge nimmt die unterschiedlichen Regeln bei Eltern und Großeltern in den Blick.
Wenn Kinder nach einem Besuch bei den Großeltern mit Süßigkeiten, später Schlafenszeit und neuen Forderungen nach Hause kommen, führt das in vielen Familien zu Diskussionen. Der Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge plädiert in einem neuen Buch dafür, solche Unterschiede gelassener zu betrachten.
Seine zentrale These: Großeltern müssten Kinder nicht nach denselben Regeln begleiten wie deren Eltern. Kinder könnten unterscheiden, dass in verschiedenen Haushalten unterschiedliche Maßstäbe gelten. Das müsse sie nicht verunsichern, sondern könne ihren Erfahrungshorizont erweitern.
Andere Rolle der Großeltern
Rogge beschreibt Großeltern als Bezugspersonen, die nicht die tägliche Hauptverantwortung für Erziehung tragen. Dadurch hätten sie häufig mehr Zeit zum Zuhören und könnten Kindern einen geschützten Rahmen bieten. Auch Familiengeschichten, etwa Erlebnisse aus der Kindheit der Eltern, könnten nach seiner Einschätzung Leistungsdruck mindern.
Der Autor richtet sich damit vor allem an Mütter und Väter, die sich über großzügigere Regeln bei Oma und Opa ärgern. Strikte Vorgaben für Besuche seien aus seiner Sicht nicht notwendig. Stattdessen sollten Eltern den Kontakt zwischen Kindern und Großeltern zulassen.
Ratgeber ohne Anleitung
Das Buch setzt laut Beschreibung auf alltagsnahe Dialoge und humorvolle Beispiele. Es versteht sich weniger als wissenschaftlicher Erziehungsratgeber mit festen Handlungsschritten, sondern als entlastende Lektüre für Familien. Der 150 Seiten lange Band soll ab dem 24. September 2026 für 18 Euro erhältlich sein.
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Kinderzeit BremenKommentare
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