Panorama

James Lasts Panflötenmelodie fand über „Kill Bill“ zum Kino

„Der einsame Hirte“ von James Last erschien 1977. Erst Quentin Tarantino machte das Stück 2003 mit „Kill Bill: Volume 1“ weltweit im Kino bekannt.

24. Juli 2026, 02:31 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die Komposition „Der einsame Hirte“ des in Bremen geborenen Musikers James Last wurde erst Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung zu international bekannter Kinomusik. Quentin Tarantino verwendete das Stück 2003 für „Kill Bill: Volume 1“ – in einer Filmszene sowie im Abspann.

Last hatte die Melodie ursprünglich für ein vorgesehenes Album mit eigenen Kompositionen geschrieben. Das Projekt trug den Arbeitstitel „Filmmusik ohne Filme“, wurde aber nicht veröffentlicht.

Veröffentlichung 1977

Stattdessen erschien das Instrumental 1977 auf dem Album „Russland-Erinnerungen“. Eingespielt wurde es gemeinsam mit dem rumänischen Panflötisten Gheorghe Zamfir. Die Single kam in Deutschland bis auf Rang 22 der Charts. Für Zamfir wurde die Zusammenarbeit zum internationalen Karriereschub; 1978 begleitete er Last auf Tournee.

Schon vor Tarantinos Film war die Melodie im Zusammenhang mit bewegten Bildern zu hören. 1979 wurde sie Titelmusik der Fernsehserie „Das Gold der Wüste“. Später tauchte sie auch im oscarnominierten Kurzfilm „Paradise“ auf.

Später Kinoerfolg

Den größten Einsatz auf der Leinwand erhielt die international als „The Lonely Shepherd“ bekannte Aufnahme mit „Kill Bill: Volume 1“. Weshalb Tarantino gerade dieses Stück auswählte, ist nicht überliefert. Die melancholische Verbindung von Panflöte und Orchester fügte sich jedoch in den für den Regisseur typischen Einsatz älterer Musik in neuen Filmszenen ein.

James Last starb 2015. Seine zunächst nicht für einen konkreten Film geschriebene Melodie erreichte durch den Hollywoodfilm 26 Jahre nach ihrer ersten Veröffentlichung ein neues weltweites Publikum.

Originalquelle

t-online Bremen

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