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Igelnachwuchs in Verden: Mähroboter nur bei Tageslicht einsetzen

Ab August ziehen Igel ihre Jungen groß. Der Landkreis Verden warnt vor Mährobotern und rät zu naturnahen Gärten mit sicheren Rückzugsorten.

13. August 2026, 11:27 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Landkreis Verden (Logo)
Landkreis Verden (Logo) | Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei

Der Landkreis Verden ruft Gartenbesitzer dazu auf, während der Igelaufzucht besonders vorsichtig zu sein. Ab August bekommen die Tiere Nachwuchs, im September gehen die Jungigel bereits selbst auf Nahrungssuche. Eine besondere Gefahr seien Mähroboter: Sie sollten nur tagsüber und unter Aufsicht eingesetzt werden.

Igel sind vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs. Bei Gefahr fliehen sie häufig nicht, sondern rollen sich zusammen. Dadurch können sie von automatischen Mähgeräten verletzt oder getötet werden. Auch beim Mähen unter Hecken und Sträuchern sowie beim Abtragen von Ast- und Reisighaufen ist Vorsicht geboten.

Verstecke im Garten erhalten

Dichte Hecken, ungemähte Flächen, Laub- und Reisighaufen, Totholz sowie bodennahe Stauden bieten Igeln Schutz. Sie dienen als Verstecke, Nistplätze und Quartiere für den Winterschlaf. Laub sollte deshalb nach Möglichkeit liegen bleiben oder gesammelt aufgehäuft werden. Zugleich finden die Tiere in strukturreichen Bereichen ihre Nahrung, etwa Regenwürmer, Käfer und deren Larven.

Der Igel gilt als besonders geschützte heimische Art und steht in Niedersachsen auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und andere Gifte kann das Nahrungsangebot im Garten verbessern, weil dadurch mehr Insekten leben.

Gefahrenquellen absichern

Offene Lichtschächte und Teiche mit steilen Rändern können für Igel zur Falle werden. Die Naturschutzbehörde empfiehlt, solche Stellen zu sichern oder Ausstiegshilfen anzubringen. Durchlässe in Zäunen erleichtern den Tieren zudem ihre nächtlichen Wege zwischen Gärten.

Von regelmäßigen Futterstellen rät der Landkreis ab. Sie könnten Krankheiten wie Salmonellen verbreiten, weitere Tiere anziehen und zu ungeeigneter Ernährung führen. Igel seien auf Insektennahrung spezialisiert; insbesondere getreide- oder zuckerhaltiges Haustierfutter sei nicht geeignet.

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