Horner Tor soll im Winter 100 Plätze für Geflüchtete bieten
An der Lilienthaler Heerstraße entsteht ein Übergangswohnheim mit 56 Wohnungen. Der fünfgeschossige Bau soll flexibel nutzbar sein und einen Bürgersaal erhalten.
In Horn-Lehe entsteht an der Lilienthaler Heerstraße ein neues Übergangswohnheim für geflüchtete Menschen. Das Gebäude mit 100 Plätzen soll im Winter 2026 eröffnen. Vorgesehen sind 56 abgeschlossene Wohneinheiten in fünf Geschossen.
Sozialsenatorin Claudia Schilling informierte sich am Montag gemeinsam mit Investor Amer Sandawi über den Baufortschritt. Dabei wurde ein Gebäudemodul aufgestellt.
Wohnungen für Familien und Alleinreisende
Geplant sind 48 Ein-Zimmer-Apartments sowie acht Zwei-Zimmer-Wohnungen. In den Einheiten sollen jeweils ein bis vier Menschen leben können. Die Unterkunft richtet sich insbesondere an Familien, Ehepaare und erwachsene Alleinreisende unterschiedlicher Nationalitäten.
Das Deutsche Rote Kreuz soll die Betreuung übernehmen. Beratungs- und Betreuungsangebote des benachbarten Übergangswohnheims Deutsche Eiche sollen künftig Bewohnerinnen und Bewohner beider Häuser nutzen können.
Vorgefertigte Holzelemente
Ab dem ersten Obergeschoss wird das Horner Tor als modularer Vollholzbau errichtet. Dabei werden Bauteile im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Nach Angaben des Sozialressorts verkürzt dies die Bauzeit vor Ort und verringert Lärm sowie Staub. Rund 910 Kubikmeter Holz sollen verbaut werden; die Projektbilanz beziffert die CO2-Bindung des Materials auf etwa 701 Tonnen.
Die Wohnungen sind nicht ausschließlich für die Unterbringung Geflüchteter vorgesehen. Wenn der Bedarf sinkt, könnten sie laut Sozialressort für andere Formen kleinteiligen Wohnens verwendet werden.
Bürgersaal und Bäckerei geplant
Im Erdgeschoss soll ein Bürgersaal entstehen, der dem Stadtteil für Treffen, Vorträge, Veranstaltungen und Feiern offenstehen soll. Außerdem ist eine Bäckerei vorgesehen. Die Außenflächen am Horner Tor und an der Deutschen Eiche sollen mit Grün- und Aufenthaltsbereichen neu gestaltet werden. Das Projekt war nach Angaben des Ressorts zuvor mit Öffentlichkeit, Beirat und Ortsamt beraten worden.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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