Hochtemperatur-Speicher soll Industrieabwärme in Bremen nutzbar machen
Ein Prototyp in Bremen-Hastedt speichert Abwärme aus Industrieprozessen bei bis zu 1000 Grad. Das Projekt wird mit rund 408.000 Euro gefördert.
Am Standort der swb Erzeugung in Bremen-Hastedt wird ein Hochtemperatur-Wärmespeicher für industrielle Abwärme erprobt. Der von dem Bremer Unternehmen Heatrix entwickelte Prototyp soll Wärme aus einem Nitrierprozess zwischenspeichern und sie später für die Wärmebehandlung von Stahl bereitstellen.
Der Speicher fasst nach Angaben der Projektbeteiligten rund 1000 Kilowattstunden und ist für Temperaturen bis 1000 Grad Celsius ausgelegt. Die Anlage soll skalierbar sein. Um den Wärmebedarf zu decken, ist zudem eine Steuerung vorgesehen, die Speicher und zusätzliche elektrische Wärmeerzeugung aufeinander abstimmt.
Abwärme erneut einsetzen
Mit dem Projekt „NitroTES“ wird untersucht, wie bislang ungenutzte Prozesswärme in energieintensiven Industrien erneut verwendet werden kann. Als mögliche spätere Anwendungsfelder nennt Heatrix unter anderem die Stahl- und Zementindustrie. Dort könnte die Rückführung von Abwärme den Energieverbrauch und die Emissionen senken.
Das Verbundprojekt von Heatrix und dem Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT) läuft von Mai 2025 bis Oktober 2026. Senatorin Henrike Müller besichtigte den Speicher bei einem Termin in Hastedt.
Förderung bis 2026
Für das Vorhaben sind förderfähige Kosten von rund 582.000 Euro angesetzt. Rund 408.000 Euro stammen aus Mitteln des Landes Bremen und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Förderung erfolgt über das Programm zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken, kurz PFAU. Es richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen sowie Kooperationen mit Forschungseinrichtungen.
Heatrix entwickelt Technik zur Elektrifizierung industrieller Hochtemperaturprozesse. Der Standort in Hastedt dient dem Unternehmen dazu, die Systeme bei größeren elektrischen Leistungen zu testen und vorzuführen.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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