Historische Serie: Werder wird zum Meister der Aufholjagd

Werder Bremen gleicht zum dritten Mal in Folge ein 0:2 aus. Beim 2:2 gegen Paderborn führt Niclas Füllkrug die Bremer zurück ins Spiel.

Sport 18. Oktober 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Niclas Füllkrug (Archivfoto)
Niclas Füllkrug (Archivfoto) | Foto: Silesia711 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Werder Bremen hat Bundesliga-Geschichte geschrieben. Beim 2:2 gegen den SC Paderborn holte die Mannschaft zum dritten Mal nacheinander einen 0:2-Rückstand auf. Eine solche Serie hatte es in mehr als 63 Jahren Bundesliga zuvor nicht gegeben.

Niclas Füllkrug erzielte beide Bremer Treffer. Der 33-Jährige traf in der 59. Minute und verwandelte sieben Minuten später einen Handelfmeter. Für einen Sieg reichte die Aufholjagd nicht mehr.

Füllkrug in Bestform

Der Stürmer kommt damit auf sechs Tore in seinen vergangenen fünf Spielen. Trainer Daniel Thioune hob neben der Trefferquote vor allem Füllkrugs Einfluss auf die Mannschaft hervor. Der Angreifer treibe seine Mitspieler an und gehe auch im Training voran.

Abwehrspieler Amos Pieper verwies ebenfalls auf die Energie, Professionalität und Zuversicht, die Füllkrug in die Kabine bringe. Nach zwei enttäuschenden Stationen in London und Mailand spiele der Torjäger inzwischen mit größerer Gelassenheit, erklärte dieser selbst. Über eine mögliche Rückkehr in die Nationalmannschaft wollte er dagegen nicht erneut diskutieren.

Spektakel mit Risiko

Das Unentschieden fiel mit dem 100. Geburtstag des Weserstadions zusammen. Thioune hatte als Ziel ausgegeben, wieder eine besondere Atmosphäre in der Arena zu schaffen. Die erneute Aufholjagd passte dazu, auch wenn Werder gegen den Aufsteiger einen Heimsieg verpasste.

Der Trainer warnte zugleich vor zu viel Unordnung im Bremer Spiel. Seine Mannschaft dürfe nicht regelmäßig zwei Gegentore benötigen, bevor sie zurückschlage. In der vergangenen Saison hatte Werder noch den zweitschlechtesten Angriff der Liga gestellt und war auf dem viertschlechtesten Tabellenplatz gelandet. Die aktuelle Offensivserie zeigt eine klare Entwicklung, legt aber auch die fehlende Balance offen.

Originalquelle

Nordsee-Zeitung

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