Hannover–Berlin gesperrt: Fernzüge brauchen 80 Minuten länger

Die Bahn saniert die Strecke zwischen Hannover und Berlin bis Dezember 2027. Fernzüge werden umgeleitet, mehrere ICE-Halte entfallen.

Verkehr 02. Oktober 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
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Deutsche Bahn (Logo) | Foto: ™/®Deutsche Bahn AG / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Die Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin ist seit Freitagmorgen vollständig gesperrt. Bis Dezember 2027 sollen dort keine regulären Züge fahren. Reisende müssen sich während der rund 14 Monate dauernden Sanierung auf deutlich längere Fahrzeiten und Änderungen bei den Halten einstellen.

Fernzüge leitet die Deutsche Bahn über Braunschweig und Magdeburg um. Dadurch verlängert sich die Fahrt nach Angaben des Unternehmens um etwa 80 Minuten. Betroffen sind auch Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen, die normalerweise über Hannover führen. Wer von Bremen über Hannover nach Berlin fährt, muss ebenfalls mehr Zeit einplanen.

ICE-Halte fallen weg

Wolfsburg wird mindestens bis zum Jahresende nicht mehr von Fernzügen bedient. Auch Stendal entfällt als ICE-Halt. Ob beide Einschränkungen im Jahr 2027 fortbestehen, ist noch nicht entschieden. Magdeburg erhält während der Sperrung drei zusätzliche ICE-Verbindungen in Richtung Hannover und Nordrhein-Westfalen sowie von und nach Berlin.

Im Regionalverkehr werden auf mehreren Abschnitten Ersatzbusse eingesetzt. Pendlerinnen und Pendler müssen daher mit weiteren Einschränkungen und zusätzlichen Umstiegen rechnen.

Umfassende Sanierung

Auf der Strecke erneuert die Bahn Weichen, Gleise und Oberleitungen über Hunderte Kilometer. Zudem sollen rund zwei Dutzend Bahnhöfe modernisiert werden. Besonders aufwendig ist der Austausch von mehr als 50 Kilometern fester Betonfahrbahn im Raum Stendal.

Ursprünglich sollten Fernzüge ab dem Fahrplanwechsel im Dezember über die parallel verlaufende Lehrter Stammbahn fahren. Deren Elektrifizierung verzögert sich jedoch erheblich. Sie soll nun ebenfalls erst im Dezember 2027 abgeschlossen werden.

Originalquelle

Nordsee-Zeitung

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