Handy-Verkäufer in Bremen attackiert: Polizei prüft Verbindung

Zwei Treffen über eine Verkaufsplattform endeten mit Polizeieinsätzen. Mehrere Jugendliche stehen unter Verdacht, Handys geraubt oder gestohlen zu haben.

Polizei 15. Oktober 2026, 14:48 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Zwei private Handyverkäufe in Bremen sind am Mittwochabend eskaliert. In Osterholz soll ein 27-Jähriger mit Pfefferspray angegriffen worden sein. In Findorff flüchteten drei Jugendliche laut Polizei mit dem Mobiltelefon einer 53-Jährigen. Die Kriminalpolizei untersucht, ob zwischen beiden Fällen ein Zusammenhang besteht.

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 18 Uhr in der Grindelwaldstraße im Ortsteil Ellenerbrok-Schevemoor. Der 27 Jahre alte Verkäufer hatte sich dort mit drei Jugendlichen verabredet. Der Kontakt war über eine Online-Verkaufsplattform entstanden.

Pfefferspray bei Übergabe

Als der Mann das angebotene Telefon zur Prüfung aushändigte, soll einer der Jugendlichen ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Zwei Tatverdächtige liefen davon. Den dritten hielt der Verkäufer zunächst fest und bekam sein Handy zurück. Anschließend entkam auch dieser Jugendliche.

Polizisten kontrollierten wenig später einen 16-Jährigen in der Nähe. Bei ihm fanden sie Pfefferspray. Er wurde auf einer Wache erkennungsdienstlich behandelt und danach seinen Erziehungsberechtigten übergeben. Die Polizei fertigte eine Strafanzeige.

Zweiter Fall in Findorff

Gegen 20.55 Uhr traf eine 53-Jährige in der Straße Am Weidedamm drei Jugendliche, die ebenfalls Interesse an einem online angebotenen Mobiltelefon bekundet hatten. Nachdem die Frau das Gerät zur Begutachtung übergeben hatte, sollen die drei ohne Bezahlung davongelaufen sein.

Angehörige der Verkäuferin entdeckten die Jugendlichen später in einem Linienbus und nahmen das Telefon wieder an sich. Bei einem Gerangel wurden nach Polizeiangaben ein unbeteiligter Fahrgast und das Kind der Verkäuferin leicht verletzt. Einsatzkräfte brachten drei 15-Jährige zur erkennungsdienstlichen Behandlung auf eine Wache und leiteten ein Strafverfahren ein.

Zeugen gesucht

Für den Vorfall in Osterholz sucht die Polizei weitere Zeugen. Die beiden noch nicht gefassten Jugendlichen sollen etwa 13 bis 16 Jahre alt, rund 1,80 Meter groß und schlank sein. Alle drei Tatverdächtigen wurden als schwarz beschrieben. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter 0421 362-3888 entgegen.

Schauplatz

Grindelwaldstraße, Bremen Große Karte

Originalquelle

Polizei Bremen

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