Galeria-Insolvenz: 144 Beschäftigte in Bremen betroffen
Die Zukunft der Galeria-Filiale in Bremen ist erneut ungewiss. Nach Angaben von ver.di sind dort 144 Arbeitsplätze betroffen.
Die erneute Insolvenz von Galeria Kaufhof betrifft in Bremen 144 Beschäftigte. Das teilte die Gewerkschaft ver.di für Niedersachsen und Bremen mit. Wie es mit der Bremer Filiale weitergeht, ist derzeit offen.
Auch sechs Warenhäuser in Niedersachsen sind von dem Verfahren betroffen. Insgesamt geht es nach Angaben der Gewerkschaft um rund 670 Arbeitsplätze in beiden Ländern. Neben Bremen nennt ver.di Hannover, Lüneburg, Braunschweig, Goslar, Göttingen und Oldenburg.
Standorte ohne Perspektive
Die meisten Beschäftigten unter den genannten Filialen arbeiten in Hannover. Dort sind es laut ver.di 160. Es folgen Bremen mit 144 und Braunschweig mit 95 Beschäftigten. Für Lüneburg werden 73 Arbeitsplätze genannt, für Göttingen und Oldenburg jeweils 70 sowie für Goslar 60.
Ver.di fordert, die Betriebsräte an der Entwicklung einer Zukunftsperspektive zu beteiligen. Aussagen zum Fortbestand einzelner Warenhäuser seien gegenwärtig noch nicht möglich. Zunächst müsse der Insolvenzverwalter die wirtschaftliche Lage prüfen.
Gewerkschaft fordert Käufer
Nach Abschluss dieser Prüfung müsse nach Ansicht der Gewerkschaft ein geeigneter Käufer gefunden werden. Sabine Gatz, die bei ver.di in Niedersachsen und Bremen für den Handel zuständig ist, verwies auf die anhaltende Unsicherheit der Belegschaften. Die Beschäftigten hätten bereits seit Jahren um ihre Stellen gebangt und auf Gehalt verzichtet, um die Standorte zu stützen.
Ob einzelne Filialen geschlossen werden oder weitergeführt werden können, steht damit noch nicht fest. Konkrete Zeitangaben für die Prüfung oder mögliche Verkaufsverhandlungen wurden nicht genannt.
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