Friseur-Innung Oldenburg markiert 125 Jahre mit klaren Forderungen
Die Friseur-Innung Oldenburg hat ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Im Mittelpunkt standen Ausbildung, Kostenbelastungen und der Wunsch nach weniger Bürokratie.
Die Friseur-Innung Oldenburg hat ihr 125-jähriges Bestehen mit mehr als 120 Gästen in der Alten Stadtkasse gefeiert. Bei der Veranstaltung rückten neben dem Jubiläum vor allem die Lage des Friseurhandwerks, die Ausbildung und wirtschaftliche Bedingungen in den Mittelpunkt.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne betonte die Bedeutung einer Berufsausbildung und fairer Wettbewerbsbedingungen. Betriebe, die gesetzliche Vorgaben einhielten, müssten aus seiner Sicht gestärkt werden.
Kosten und Bürokratie
Obermeister Oliver Bremer verwies auf höhere Löhne sowie gestiegene Energie- und Materialkosten. Gleichzeitig seien Preiserhöhungen für die Betriebe nur begrenzt möglich. Als Beispiel für vermeidbaren Aufwand nannte Bremer die Pflicht zur Ausgabe von Kassenbons.
Die Innung fordert nach Angaben Bremers weiterhin einen ermäßigten Umsatzsteuersatz von sieben Prozent für Friseurdienstleistungen. Zudem sprach er sich für eine engere Zusammenarbeit von Innungen sowie Landes- und Bundesverbänden aus. Dabei sollten unterschiedliche Betriebsformen vom Familienbetrieb bis zum Barbershop gemeinsam vertreten werden.
Urkunde und Videogruß
Handwerkskammerpräsident Eckhard Stein überreichte der Innung eine Goldene Ehrenurkunde. Er verwies auf die Rolle der Innungen in der Selbstverwaltung des Handwerks. Nach seinen Angaben bereiten sich jährlich Friseurinnen und Friseure aus anderen Regionen an der Oldenburger Fachlehranstalt auf ihre Meisterprüfung vor.
Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Nicole Piechotta und Kreishandwerksmeister Boris Jersch würdigten die Arbeit der Innung. Zum Abschluss wurde eine Videobotschaft des früheren Friseurs und Moderators Klaas Heufer-Umlauf gezeigt.
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