Feuerwehr Bremen stellt Vielfaltsbank an der Hauptwache auf
Eine neue Bank vor der Hauptwache richtet sich gegen Rassismus. Sie gehört zu drei Sonderanfertigungen und kostete 1.900 Euro.
Vor der Hauptwache der Feuerwehr Bremen steht seit Montag, 21. September, eine sogenannte Vielfaltsbank. Sozialsenatorin Claudia Schilling übergab sie offiziell an die Feuerwehr. Die Sonderanfertigung wurde neben dem Haupteingang der Feuer- und Rettungswache 1 aufgestellt.
Ein Teil der Bank besitzt keine Sitzfläche und trägt die Aufschrift „Kein Platz für Rassismus“. Auf dem nutzbaren Abschnitt steht „Platz für Vielfalt“. Die Bank ist eine von drei Anfertigungen im Rahmen des Landesaktionsplans gegen Rassismus.
Drei Bänke für Bremen
Die erste Vielfaltsbank wurde bereits im Dezember 2025 beim Gesundheitsamt Bremen aufgestellt. Ein drittes Exemplar ist für das Aus- und Fortbildungszentrum des bremischen öffentlichen Dienstes vorgesehen. Gefertigt wurden die Bänke vom Kulturladen Huchting.
Jede Bank kostet einschließlich Lieferung und Montage 1.900 Euro. In diesem Betrag ist außerdem Geld für mögliche kleinere Reparaturen enthalten. Finanziert wird das Projekt aus Landesmitteln und aus dem Europäischen Sozialfonds Plus, kurz ESF+.
Teil des Aktionsplans
Der Landesaktionsplan gegen Rassismus umfasst 43 Maßnahmen. Sie richten sich gegen Diskriminierung in der Gesellschaft und in der öffentlichen Verwaltung. Schilling ordnete die Bänke als sichtbaren Anstoß zur Auseinandersetzung mit Rassismus ein. Sie könnten das Problem nicht beseitigen, sollten aber Aufmerksamkeit dafür schaffen.
Feuerwehrleiter Philipp Heßemer erklärte, rassistisches Verhalten habe bei der Feuerwehr keinen Platz und ziehe Konsequenzen nach sich. Die Behörde arbeite bereits seit mehreren Jahren an der Prävention von Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung.
Schulungen gegen Diskriminierung
Seit dreieinhalb Jahren entwickelt Ali Haydar Dişkaya in der Stabsstelle für Vielfalt und Antidiskriminierung Aus- und Fortbildungen für die Feuerwehr. Dabei geht es um die Aufklärung über Rassismus und einen diskriminierungssensiblen Umgang innerhalb der Organisation. Die Stabsstelle vernetzt die Feuerwehr zudem mit weiteren Institutionen in Bremen und beteiligt sich am Landesaktionsplan.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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