Feuerwehr Bremen startet Ausbildung ohne vorherigen Berufsabschluss
16 Nachwuchskräfte absolvieren erstmals die dreijährige Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau oder zum Werkfeuerwehrmann.
Die Feuerwehr Bremen bildet seit dem 1. August erstmals Werkfeuerwehrfrauen und Werkfeuerwehrmänner aus. Zum Auftakt des Pilotprojekts haben 16 Auszubildende den dreijährigen Lehrgang begonnen. Sie wurden am 20. August bei einem Festakt im Bremer Rathaus begrüßt.
Der neue Ausbildungsweg soll vor allem Schulabgängerinnen und Schulabgängern den direkten Einstieg in den Feuerwehrberuf ermöglichen. Bislang war für eine Bewerbung im feuerwehrtechnischen Dienst in der Regel zunächst eine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich.
Drei Jahre bis zum Einsatzdienst
Während der Ausbildung erwerben die Nachwuchskräfte handwerkliche Grundlagen und feuerwehrfachliche Qualifikationen. Nach drei Jahren sollen sie für den späteren Einsatzdienst ausgebildet sein. Die Ausbildung ist dual organisiert und bindet berufsbildende Schulen, Ausbildungsbetriebe sowie weitere Partner aus dem Bildungsbereich ein.
Berufs- und Werkfeuerwehren an anderen Orten nutzen diesen Ausbildungsberuf bereits. In Bremen wird er nun erstmals angeboten. Innensenatorin Eva Högl und Finanzsenator Björn Fecker sehen darin einen zusätzlichen Baustein, um Personal für die Feuerwehr zu gewinnen.
Nachwuchs für eine zentrale Aufgabe
Die Feuerwehr Bremen bearbeitet nach Angaben des Senats jährlich rund 180.000 Notrufe und fährt etwa 90.000 Einsätze im Rettungsdienst. Hinzu kommen Brand- und Hilfeleistungseinsätze. Mit dem neuen Ausbildungsangebot will die Feuerwehr weitere Bewerbergruppen erreichen und ihre Einsatzbereitschaft langfristig absichern.
Originalquelle
Senatspressestelle BremenKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.