Falsche Anbieter-SMS führen in Oldenburg zu hohen Mobilfunkrechnungen
Betrüger verschaffen sich über gefälschte SMS Zugang zu Mobilfunkverträgen und buchen kostenpflichtige Dienste. In Oldenburg entstanden teils Schäden im vierstelligen Bereich.
Die Polizei Oldenburg warnt vor einer Betrugsmasche mit digitalen SIM-Karten. Mehrere Betroffene sollen nach gefälschten SMS hohe Kosten auf ihren Mobilfunkrechnungen entdeckt haben. In einzelnen Fällen lagen die Forderungen nach Polizeiangaben im vierstelligen Bereich.
Die Nachrichten erweckten den Eindruck, vom jeweiligen Mobilfunkanbieter zu stammen. Empfänger wurden darin aufgefordert, angeblich notwendige Kundendaten zu bestätigen.
Digitale Karte missbraucht
Über die Links in den SMS gelang es den Tätern nach bisherigen Erkenntnissen, eine E-SIM für den Mobilfunkvertrag der Betroffenen zu aktivieren. Eine E-SIM ist eine digitale SIM-Karte, die ohne eine physische Karte im Handy verwendet werden kann.
Die so eingerichteten Karten nutzten die Täter anschließend, um kostenpflichtige Angebote anderer Anbieter zu buchen. Nach Kontakt mit den Mobilfunkunternehmen konnten die Rechnungen in einigen Fällen wieder aufgehoben werden.
Konten sofort absichern
Die Polizei rät, unerwartete Kurznachrichten und enthaltene Internetlinks besonders sorgfältig zu prüfen. Zugangsdaten und Bestätigungscodes sollten nicht über solche Nachrichten weitergegeben werden. Schutz bieten können zudem eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie eine beim Mobilfunkanbieter eingerichtete Sperre für Drittanbieter-Abrechnungen.
Wer bereits auf eine verdächtige Nachricht reagiert hat oder unbekannte Abbuchungen feststellt, sollte umgehend den Mobilfunkanbieter informieren, den Zugang zum Kundenkonto sichern und Anzeige erstatten.
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