EWE verteuert Strom und Gas ab Januar um 17 Prozent

Rund 200.000 Kunden in der Grundversorgung müssen 2027 deutlich mehr zahlen. EWE verweist auf höhere Beschaffungs- und Netzkosten.

Panorama 05. November 2026, 13:26 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
EWE (Versorgungsunternehmen) (Logo)
EWE (Versorgungsunternehmen) (Logo) | Foto: EWE / Vivax1971 / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Das Oldenburger Energieunternehmen EWE erhöht zum Januar 2027 die Preise in der Grundversorgung um 17 Prozent. Betroffen sind nach Angaben des Versorgers rund 140.000 Stromkunden und etwa 60.000 Gaskunden.

Der Strompreis steigt um knapp fünf Cent auf mehr als 34 Cent je Kilowattstunde. Für Erdgas werden künftig knapp 13 Cent pro Kilowattstunde fällig. Das sind etwa zwei Cent mehr als bisher.

Höhere Jahreskosten

Ein Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 2.500 Kilowattstunden zahlt laut EWE künftig 128,50 Euro mehr. Bei einem Gasverbrauch von 15.000 Kilowattstunden wächst die Jahresrechnung um rund 300 Euro.

Zusätzlich steigen die jährlichen Grundpreise. Beim Strom beträgt der Aufschlag knapp fünf Euro, beim Gas rund 17 Euro. Auch die Preise anderer Laufzeitverträge hat EWE nach eigenen Angaben bereits angepasst. Die meisten dieser Verträge laufen ein Jahr und enthalten eine Preisgarantie.

Beschaffung deutlich teurer

Als wichtigste Ursache nennt das Unternehmen höhere Einkaufspreise für Energie. Innerhalb eines Jahres seien die Preise am Gasmarkt um 150 Prozent und am Strommarkt um 80 Prozent gestiegen. Hinzu kämen höhere Netzentgelte und Steuern.

EWE führt die Entwicklung vor allem auf die geopolitische Lage und den Krieg um die Straße von Hormus zurück. Die gestiegenen Ölpreise wirkten sich demnach zeitlich verzögert auch auf Gas und Strom aus. Vertriebschef Oliver Bolay erklärte, das Unternehmen könne die höheren Kosten nicht länger ausgleichen. Bei einer Beilegung des Iran-Konflikts rechnet EWE wieder mit sinkenden Preisen.

Auch der Bremer Versorger swb hebt zum Jahreswechsel seine Strom- und Gaspreise an. Betroffen sind dort Kunden in Bremen, Bremerhaven, Stuhr, Weyhe und Thedinghausen.

Orte

Oldenburg

Originalquelle

NDR Niedersachsen

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