ESA-Vertrag bringt RFA in zweite Runde der Launcher Challenge
Die Rocket Factory Augsburg erhält im ESA-Programm European Launcher Challenge einen Vertrag bis Mitte 2029. OHB ist strategischer Investor des Raketenunternehmens.
Die Rocket Factory Augsburg (RFA) hat mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA einen Vertrag im Programm European Launcher Challenge geschlossen. Das Unternehmen gehört damit zu den Anbietern von Trägerraketen, die in der zweiten Vergaberunde des Programms berücksichtigt werden.
Der Vertrag ist nach Angaben von RFA und OHB bis Mitte 2029 angelegt. RFA will in diesem Zeitraum die Rakete RFA ONE Block 2 weiterentwickeln, die Bodeninfrastruktur ausbauen und eine Serienfertigung vorbereiten.
Wettbewerb bei Raketenstarts
Mit der European Launcher Challenge will die ESA zusätzliche europäische Startmöglichkeiten schaffen. Das Programm soll den Wettbewerb unter Raketenanbietern stärken und Europas unabhängigen Zugang zum Weltraum sichern.
RFA war bereits im Juli 2025 von der ESA als einer von fünf Finalisten für die zweite Phase ausgewählt worden. Die nun erfolgte Vertragsunterzeichnung setzt diese Auswahl um.
OHB als Investor beteiligt
OHB ist strategischer Investor bei RFA. Der Vorstandsvorsitzende Marco Fuchs wertete den Vertrag als Fortschritt für die Entwicklung europäischer Trägersysteme. Die OHB-Gruppe arbeitet nach eigenen Angaben zudem an Komponenten für die Ariane 6 sowie an Infrastruktur für Startplätze an Land und auf mobilen Plattformen.
RFA verfolgt das Ziel, Satelliten künftig regelmäßig von europäischen Startplätzen in eine Erdumlaufbahn zu bringen. Wann die RFA ONE Block 2 erstmals starten soll, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
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