Ermittlungen nach Behördeneinsatz in Huchtinger Pflegeheim
Nach einem Notruf aus einem Pflegeheim an der Kirchhuchtinger Landstraße ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Einrichtungsleitung.
Nach einem Notruf aus einem Pflegeheim in Bremen-Huchting ermittelt die Staatsanwaltschaft Bremen gegen die Leitung der Einrichtung. Der Verdacht lautet auf Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen. Am Samstag durchsuchten Polizei und weitere Behörden Räume des Hauses an der Kirchhuchtinger Landstraße.
Auslöser war nach Polizeiangaben ein Notruf einer Pflegekraft am Samstagmorgen. Die Mitarbeiterin hatte die Polizei verständigt. Polizei, Rettungsdienste und die Wohn- und Betreuungsaufsicht waren seit dem Morgen vor Ort; der Einsatz dauerte bis in den Nachmittag.
Vorwürfe werden geprüft
Nach Informationen von buten un binnen soll die Pflegekraft angegeben haben, die Bewohner mit der verfügbaren Besetzung nicht angemessen versorgen zu können. Dem Bericht zufolge trafen die Behörden mehrere Bewohner in dehydriertem Zustand an. Auch die Rechtsmedizin soll zur Beweissicherung hinzugezogen worden sein. Eine offizielle Bestätigung dazu lag zunächst nicht vor.
Für die Durchsuchung hatte die Staatsanwaltschaft einen Beschluss erwirkt. Die Ermittlungen richten sich gegen die Einrichtungsleitung. Nach Angaben von buten un binnen leben rund 70 Menschen in dem Pflegeheim.
Betreiber weist Vorwürfe zurück
Das Haus tritt unter dem Namen Invita Residenz auf und gehört nach eigenen Angaben zur Unternehmensgruppe rhenia Residenzen aus Rheinbach in Nordrhein-Westfalen. Der Betreiber widersprach der Darstellung eines Personalmangels. Der in Bremen geltende Personalschlüssel sei vollständig eingehalten worden. Dehydrierte oder unzureichend versorgte Bewohner habe es nicht gegeben.
Das Unternehmen bezeichnete den Behördeneinsatz als unverhältnismäßig und kündigte an, rechtliche Schritte zu prüfen. Ob sich die Vorwürfe bestätigen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
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Originalquelle
butenunbinnen.de (recherchiert)Kommentare
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