EHEC-Nachweis: Rapunzel ruft Rotkleesamen für Sprossen zurück
In Rotkleesamen der Marke Rapunzel wurden STEC/EHEC-Bakterien nachgewiesen. Betroffene Packungen sollen weder gegessen noch zur Sprossenzucht verwendet werden.
Rapunzel Naturkost ruft bundesweit Rotkleesamen für die Sprossenzucht zurück. Bei einer amtlichen Probe wurden Shigatoxin-bildende Escherichia coli nachgewiesen, kurz STEC oder EHEC. Das Produkt soll nicht verzehrt und auch nicht zum Ziehen von Sprossen genutzt werden.
Betroffen ist „Rapunzel bioSnacky Rotklee“ (Trifolium pratense) in der 30-Gramm-Packung. Die Ware trägt das Mindesthaltbarkeitsdatum Dezember 2028, die Artikelnummer 690280 und die EAN 4006040169871. Sie wurde nach Unternehmensangaben online und im stationären Handel in ganz Deutschland verkauft.
Sprossen ebenfalls entsorgen
Auch Sprossen, die bereits aus den betroffenen Samen gezogen wurden, dürfen nicht gegessen werden. Rapunzel bittet Kundinnen und Kunden, Packungen in der jeweiligen Einkaufsstätte zurückzugeben; der Kaufpreis wird erstattet. Alternativ können die Samen und gezogene Sprossen über den Restmüll entsorgt werden.
Eine STEC/EHEC-Infektion kann sich meist innerhalb einer Woche durch Durchfall und Bauchkrämpfe bemerkbar machen. Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem können schwerer erkranken, unter anderem mit blutigem Durchfall. Selten kann besonders bei kleinen Kindern ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) mit akutem Nierenversagen auftreten.
Bei Beschwerden zum Arzt
Wer die Samen oder daraus gezogene Sprossen gegessen hat und schwere oder anhaltende Beschwerden entwickelt, sollte ärztliche Hilfe suchen und auf eine mögliche STEC/EHEC-Infektion hinweisen. Ohne Symptome wird keine vorsorgliche ärztliche Behandlung empfohlen.
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lebensmittelwarnung.deKommentare
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