Panorama

Dunkelfransige Hosenbiene trägt Pollen an den Beinen

Die Dunkelfransige Hosenbiene ist an ihren stark behaarten Hinterbeinen zu erkennen. Heimische Korbblütler und offene Sandstellen können ihr Nahrung und Nistplätze bieten.

28. August 2026, 03:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Dunkelfransige Hosenbiene (Archivfoto)
Dunkelfransige Hosenbiene (Archivfoto) | Foto: Christian Fischer / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Dunkelfransige Hosenbiene fällt vor allem durch ihre langen Haare an den Hinterbeinen auf. Beim Pollensammeln belädt sie diese Beinbürsten so stark, dass sie wie kleine Hosen oder Ballons wirken. Je nach besuchter Pflanze kann der Pollen unterschiedlich gefärbt sein.

Die Wildbienenart transportiert auf diese Weise mehr als 40 Milligramm Pollen. Anders als Honigbienen lebt sie als Solitärbiene: Jedes Weibchen baut und versorgt sein Nest allein.

Nester tief im Boden

Für ihre Brutzellen gräbt die Hosenbiene Gänge von 20 bis 60 Zentimetern Tiefe in den Boden. Eine Zelle wird mit Pollen versorgt, anschließend legt das Weibchen ein Ei hinein und verschließt sie. Der Nachwuchs frisst den Vorrat, entwickelt sich im Nest und überwintert dort. Im folgenden Frühjahr schlüpfen zunächst die Männchen, wenige Tage später die Weibchen.

Die Art ist auf Pollen von Korbblütlern spezialisiert. Dazu zählen unter anderem Wegwarte, Ferkelkraut, Pippau, Wiesen-Flockenblume, Habichtskraut, Acker-Gänsedistel und Kratzdistel. Im Spätsommer lässt sich die Biene besonders an der Wegwarte beobachten, deren Blüten sich mittags schließen.

Mehr Platz für Wildbienen

Wer Hosenbienen fördern möchte, kann heimische Blühpflanzen wachsen lassen und Rasenflächen seltener mähen. Dadurch können etwa Ferkelkraut, Klee und weitere Kräuter zur Blüte kommen. Auch offene Sandstellen sind wichtig: Die Bienen nutzen mitunter Fugen zwischen Pflastersteinen für ihre Nester. Solche kleinen Erdhügel müssen nicht von Ameisen stammen.

Nicht benötigte versiegelte Flächen können als bepflanzte Bereiche wieder Lebensraum schaffen. Dort kann zudem Regenwasser versickern. Laut der Meldung werden in Deutschland täglich 50 bis 60 Hektar Fläche neu versiegelt.

Originalquelle

Oberneuland.info

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel