Duales Studium bleibt für Betriebe ein wichtiger Faktor

Eine IHK-Umfrage sieht im dualen Studium vor allem ein Mittel zur Mitarbeitergewinnung. Bremer Unternehmen nennen jedoch knappe Ressourcen als größte Hürde.

Wirtschaft 16. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 4 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Das duale Studium ist für Unternehmen in Bremen und Niedersachsen vor allem ein Instrument, um als Arbeitgeber attraktiver zu werden und Nachwuchskräfte langfristig zu gewinnen. Das geht aus einer Befragung der Handelskammer Bremen und der IHK Niedersachsen hervor, an der sich 1921 Unternehmen beteiligten.

Mehr als 80 Prozent der Betriebe, die duale Studiengänge anbieten oder sich dafür interessieren, nennen die Arbeitgeberattraktivität als wichtigen Grund. Die Verbindung von Hochschulstudium und Praxis im Betrieb soll qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber ansprechen und früh an das Unternehmen binden.

Fachkräftebedarf im Blick

Auch die passgenaue Ausbildung für den eigenen Fachkräftebedarf spielt eine zentrale Rolle. Dies bewerten 74 Prozent der befragten Unternehmen in Niedersachsen und 69 Prozent in Bremen als wichtig. Mehr als die Hälfte der interessierten oder bereits ausbildenden Betriebe sieht im dualen Studium zudem ein Mittel zur Personalgewinnung.

Dual Studierende sind während ihrer Studienzeit bereits in Arbeitsabläufe eingebunden und können an Projekten mitwirken. Nach Einschätzung der Kammern kann die Zusammenarbeit mit Hochschulen außerdem den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Unternehmen stärken.

Ressourcen als Hürde

Viele Betriebe sehen zugleich Hindernisse bei der Umsetzung. Jeweils knapp die Hälfte nennt fehlende interne Kapazitäten: 50 Prozent in Niedersachsen und 46 Prozent in Bremen verweisen auf organisatorischen Aufwand, Betreuungsbedarf und Kosten. Auch die Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern sowie passende Studienangebote werden als Herausforderungen genannt.

Die Kammern leiten daraus Bedarf für mehr Übersicht über vorhandene Studienangebote, flexiblere Modelle und eine engere Kooperation von Unternehmen und Hochschulen ab.

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel

Impressum · Datenschutz