DRK-Blutreserven sinken unter Sicherheitsbestand
Dem DRK fehlen in Bremen und vier weiteren Bundesländern rund 1.000 Blutkonserven. Besonders knapp sind derzeit die Blutgruppen A positiv und 0 positiv.
Die Blutreserven des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) reichen derzeit nicht für eine uneingeschränkte Versorgung aller Blutgruppen. Betroffen ist der gemeinsame Blutspendedienst für Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Ein akuter Engpass besteht nach Angaben des DRK noch nicht.
Für eine sichere Versorgung der fünf Bundesländer müssten etwa 10.000 Blutkonserven verfügbar sein. Aktuell sind es rund 9.000. Das täglich gespendete Blut werde derzeit bereits am folgenden Tag wieder benötigt, teilte der Blutspendedienst mit.
A+ und 0+ besonders knapp
In den fünf Ländern werden pro Tag bis zu 3.000 Spenderinnen und Spender gebraucht. Im September kamen durchschnittlich etwa 2.700 Menschen täglich zur Blutspende. Besonders kritisch sind momentan die Bestände der Blutgruppen A positiv und 0 positiv. Bei starkem Bedarf schreibt das DRK Menschen mit passenden Blutgruppen gezielt an.
Bundesweit spenden laut DRK lediglich drei Prozent der Menschen, die grundsätzlich dafür infrage kommen. Zugleich sinkt die Zahl der Erstspender kontinuierlich. Um neue Spender zu gewinnen, verlost der Blutspendedienst derzeit Fahrräder. Nach Angaben des DRK hat die Aktion zusätzliche Teilnehmer erreicht. Weitere Sonderaktionen sind geplant.
Herbst verschärft die Lage
In der Erkältungs- und Grippesaison fallen regelmäßig Spender aus. Wer Symptome hat, muss Termine auslassen, bis er wieder gesund ist. Auch Ferien und Feiertage führen erfahrungsgemäß zu weniger Spenden.
Vor jeder Spende werden unter anderem Blutdruck und Blut untersucht. Eine einzelne Blutspende kann nach Angaben des DRK bis zu drei Menschen helfen. Die jeweils verfügbaren Bestände veröffentlicht der Blutspendedienst in einem Blutgruppenbarometer auf seiner Internetseite.
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volksstimme.de (recherchiert)Kommentare
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