Datenschutz stoppt KI-Kameras im Bremer Westbad
Ein KI-gestütztes Kamerasystem zur Erkennung möglicher Ertrinkungsfälle ist im Westbad vorerst abgeschaltet worden.
Die Bremer Bäder GmbH hat ein KI-gestütztes Überwachungssystem im Westbad vorerst abgeschaltet. Die Kameratechnik sollte dabei helfen, mögliche Ertrinkungsfälle zu erkennen. Auslöser für den Stopp ist eine fehlende Datenschutz-Folgenabschätzung.
Das Unternehmen teilte die Abschaltung dem Landesbeauftragten für Datenschutz in Bremen mit. Ohne die erforderliche Bewertung der Risiken für personenbezogene Daten kann das System zunächst nicht weiter eingesetzt werden.
Prüfung vor Einsatz
Eine Datenschutz-Folgenabschätzung untersucht, welche Risiken eine Datenverarbeitung für die Rechte betroffener Menschen haben kann. Bei Kameras in einem Schwimmbad betrifft dies insbesondere Badegäste, deren Bewegungen durch das System erfasst werden könnten.
Die KI-Technik war dafür vorgesehen, kritische Situationen im Becken frühzeitig zu erkennen und so das Aufsichtspersonal zu unterstützen. Der nun erfolgte Stopp betrifft damit sowohl den geplanten Sicherheitsnutzen als auch die Verarbeitung von Bilddaten im Bad.
Sicherheit und Privatsphäre
Der Fall zeigt den Konflikt zwischen technischer Unterstützung bei der Wasseraufsicht und dem Schutz persönlicher Daten. Bevor ein solches System im Westbad wieder genutzt werden kann, muss die Datenschutz-Folgenabschätzung vorliegen und die damit verbundenen Risiken müssen bewertet werden.
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