Panorama

CDU Bremen warnt vor Verlust des Blicks für Norden und Osten

CDU-Landeschef Heiko Strohmann kritisiert die öffentliche Wirkung der Union und fordert mehr Aufmerksamkeit für Landesverbände in Nord- und Ostdeutschland.

28. Juli 2026, 18:31 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Der Bremer CDU-Landesvorsitzende Heiko Strohmann sieht die öffentliche Wirkung von CDU und CSU kritisch. Die Partei vermittle derzeit ein unglückliches Bild, sagte der Bürgerschaftsabgeordnete in einem Interview mit dem Sender phoenix. Er beklagte ein grundlegendes Problem bei Außenwirkung und öffentlicher Wahrnehmung der Union.

Bundeskanzler Friedrich Merz leiste nach Strohmanns Einschätzung in seinem Regierungsamt überwiegend gute Arbeit. Für die Rolle des Parteivorsitzenden reiche das aber nicht aus. An der Spitze einer Partei seien auch persönliche Bindung und emotionale Ansprache nötig.

Mehr Gewicht für Landesverbände

Strohmann fordert von der CDU-Spitze, die unterschiedlichen regionalen Strukturen stärker zu berücksichtigen. Die Union sei nicht allein von ihren besonders starken Landesverbänden in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg geprägt. Vielmehr setze sie sich aus konservativen und liberalen Verbänden mit unterschiedlichen regionalen Traditionen zusammen.

Nach Ansicht des Bremer Landeschefs werden die ostdeutschen Landesverbände zu wenig beachtet. Auch Norddeutschland werde von der Bundespartei nur eingeschränkt wahrgenommen. Die Parteiführung müsse diesen Verbänden mehr Wertschätzung entgegenbringen und ihre Perspektiven stärker einbeziehen.

Sorge um gesamtdeutschen Anspruch

Strohmann äußerte mit Blick auf die kommenden Monate Sorgen um den gesamtdeutschen Anspruch der CDU. Die Partei müsse aus seiner Sicht ihren Charakter als bundesweit verankerte Volkspartei bewahren. Die Kritik richtet sich damit vor allem an die interne Ausrichtung und Darstellung der CDU, nicht an die Arbeit der Bundesregierung insgesamt.

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