Bremerhavens Musikszene trauert um George B. Miller
Der Musiker, Autor und Kulturorganisator George B. Miller ist überraschend gestorben. Weggefährten würdigen seinen prägenden Einfluss.
Der Bremerhavener Musiker und Autor George B. Miller ist überraschend gestorben. Mehrere Weggefährten bestätigten seinen Tod. Angaben zum genauen Zeitpunkt und zur Ursache wurden nicht gemacht.
Miller war vor allem als Schlagzeuger bekannt. Er spielte unter anderem bei Wolfsmond, Cravinkel, den Hagen Allstars und Seldom Sober. Weitere musikalische Stationen waren Cracker Jack und Meier/Miller/Kaiser. Zudem arbeitete er mit Stephan Remmler zusammen.
Erinnerungen an Wolfsmond
Eine besondere Rolle in Millers Laufbahn spielte die Band Wolfsmond mit dem 2003 gestorbenen Sänger Lude Lafayette. Zuletzt verfasste Miller Texte für die Begleithefte neu aufgelegter Wolfsmond-Alben.
Seine Erfahrungen aus dem Musikgeschäft hielt er in der Biografie „Für mich ist es Rock ’n’ Roll“ fest. Miller schrieb außerdem eigene Texte und komponierte. Die Band Seldom Sober reagierte in den sozialen Netzwerken bestürzt auf seinen Tod und erinnerte an seine Fröhlichkeit und seinen charakteristischen Klang.
Engagement für die Szene
Auch als Organisator prägte Miller das Kulturleben Bremerhavens. Er engagierte sich beim Rock Cyclus und leitete den Sängerwettbewerb „Seebeck am Markt“ künstlerisch. Die Veranstaltung war zuletzt wegen verschärfter behördlicher Auflagen eingestellt worden.
Abseits der Bühne arbeitete Miller zwölf Jahre für das Bremerhavener Jugendamt. Dort betreute er das Spielmobil und beteiligte sich mit Musik am Kinderzirkus.
Musikerkollegen und weitere Wegbegleiter würdigten Miller als einflussreichen Künstler und fürsorglichen Freund. Der Bremerhavener SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Holger Welt erklärte, Millers Lieder, Texte und besonderer Klang würden in Erinnerung bleiben.
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