Bremer Forschung testet Klebstoffe auf CO2-Basis
Bühnen und Fraunhofer IFAM entwickeln Polymere aus Kohlendioxid. Erste Versuche bei Normaldruck verliefen nach Angaben der Projektpartner planmäßig.
Das Bremer Klebtechnikunternehmen Bühnen und das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) erforschen Klebstoffe, für deren Herstellung Kohlendioxid als Rohstoff dienen soll. Das Vorhaben trägt den Namen „CO2-Adhesive“ und wird über das Bremer Programm Angewandte Umweltforschung gefördert.
Nach Angaben der Projektpartner wird CO2 zunächst mit industriell verfügbaren Chemikalien zu chemischen Bausteinen verbunden. Diese sollen anschließend zu Polymeren verarbeitet werden. Polymere sind große Molekülketten, die unter anderem Grundlage für Kunststoffe und Klebstoffe sein können.
Versuche bei 130 Grad
Die Fixierung des Kohlendioxids wurde laut Projekt bei Atmosphärendruck und 130 Grad Celsius nachgewiesen. Ein weiterentwickelter Hilfsstoff soll dabei die Abfallmenge deutlich verringern. Nach Angaben der Beteiligten entstehen mehr als 90 Prozent des angestrebten Produkts fehlerfrei.
Auf dieser Grundlage prüfen die Forscher nun, ob die gewonnenen Polymere für Klebstoffe geeignet sind. Als Demonstrator soll ein Schmelzklebstoff entwickelt werden. Dabei handelt es sich um einen Klebstoff, der durch Erwärmen verarbeitet wird und beim Abkühlen aushärtet.
Förderung für Anwendung
Umweltsenatorin Henrike Müller informierte sich bei Bühnen über den Stand des Projekts. Das Programm Angewandte Umweltforschung unterstützt Kooperationen zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen, die umweltorientierte Technologien bis zur wirtschaftlichen Anwendung entwickeln sollen.
Finanziert wird das Vorhaben aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie Mitteln des Landes Bremen. Die BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven begleitet die Förderung als Förderstelle.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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