Bremer Ärzte rekonstruieren Oberkiefer aus dem Wadenbein
Nach einer Tumorerkrankung haben Ärzte in Bremen den Oberkiefer einer 57-Jährigen mit einem Teil ihres Wadenbeins rekonstruiert.
Ärzte in Bremen haben bei einer 57 Jahre alten Patientin einen zerstörten Oberkiefer mithilfe eines Teils ihres Wadenbeins rekonstruiert. Der aufwendige Eingriff wurde notwendig, nachdem bei der Frau ein bösartiger Tumor festgestellt worden war.
Die Erkrankung hatte den Oberkiefer angegriffen. Bei der Operation mussten deshalb Teile des Kiefers und des Gaumens sowie mehrere Zähne entfernt werden. Anschließend verwendete das Ärzteteam einen Abschnitt des Wadenbeins, um den fehlenden Bereich im Gesicht wiederaufzubauen.
Planung mit 3D-Technik
Der Eingriff wurde nach Angaben des Berichts mit dreidimensionaler Technik geplant und umgesetzt. Dadurch konnten die Mediziner die Rekonstruktion des Oberkiefers vorbereiten und den entnommenen Knochen für seinen neuen Einsatz anpassen.
Welche Bremer Klinik die Operation ausgeführt hat, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch zum Zeitpunkt des Eingriffs, zur Dauer der Behandlung und zum weiteren Gesundheitszustand der Patientin liegen keine Informationen vor.
Knochen aus der Wade
Für die Rekonstruktion entnahmen die Ärzte einen Teil des Wadenbeins und verpflanzten ihn in das Gesicht der Frau. Damit sollte der durch die Tumoroperation entstandene Verlust von Kieferknochen ausgeglichen werden.
Der Fall verbindet die Entfernung eines bösartigen Tumors mit einem umfangreichen Wiederaufbau. Neben dem Kiefer waren auch der Gaumen und die Zahnreihe betroffen. Weitere Angaben zur Diagnose, zu möglichen zusätzlichen Therapien oder zur anschließenden Versorgung der fehlenden Zähne wurden nicht genannt.
Originalquelle
BildKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.