Bremen plant Konzept für Auffangstation verletzter Wildtiere
Für kranke und verletzte Wildtiere soll es im Land Bremen künftig eine spezialisierte Anlaufstelle geben. Zunächst ist ein Konzept für Standort, Trägerschaft und Finanzierung geplant.
Im Land Bremen soll ein Konzept für eine Auffangstation für kranke und verletzte Wildtiere entstehen. Die rot-grün-rote Koalition will damit eine dauerhafte Versorgungsstruktur vorbereiten. Nach Angaben der SPD-Fraktion gibt es bislang keine zentrale, klar zuständige Anlaufstelle für solche Tiere.
Derzeit kümmern sich vor allem Tierschutzvereine in Bremen und Bremerhaven sowie private Helferinnen und Helfer um aufgefundene Wildtiere. Tierheime seien jedoch grundsätzlich nicht auf diese Aufgabe ausgerichtet. Zudem könne die gemeinsame Unterbringung wegen möglicher Krankheiten und Seuchen problematisch sein.
Standort und Quarantäne
Die Landesbeauftragte für Tierschutz soll gemeinsam mit Tierschutzvereinen und weiteren Netzwerken ein umfassendes Konzept erarbeiten. Dabei soll unter anderem ein geeigneter Standort gesucht werden. Dieser müsste ausreichend Platz bieten, auch für eine getrennte Quarantänestation. Dort könnten Tiere zunächst isoliert versorgt werden, bevor sie nach ihrer Genesung wieder ausgewildert werden.
Trägerschaft noch offen
Offen ist auch, wer die Station betreiben und wie sie finanziert werden soll. Als mögliche Vorbilder nennt die SPD-Fraktion vergleichbare Einrichtungen in Niedersachsen. Diese werden demnach häufig von Vereinen getragen und erhalten staatliche Zuschüsse zu den Betriebskosten; weitere Mittel kommen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Denkbar seien für Bremen ein vereinsgetragenes Modell oder eine Zusammenarbeit mit Niedersachsen.
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SPD-Fraktion BremenKommentare
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