Bremen: Keine Lehrermangel mehr? Bewerber abgelehnt
In Bremen werden aktuell Lehrkräfte abgelehnt. Ein Zeichen für die Entspannung im Lehrermarkt?
In Bremen werden aktuell Lehrkräfte abgelehnt. Ein Zeichen für die Entspannung im Lehrermarkt?
In Bremen scheint sich die Situation auf dem Lehrermarkt zu entspannen. Erstmals wurden Bewerber für Lehrstellen abgelehnt, was auf eine Verbesserung der Personalsituation hindeuten könnte. Diese Entwicklung kommt nach jahrelangen Bemühungen der Stadt, den Lehrermangel zu bekämpfen.
Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, erklärte, dass die Vielzahl an Maßnahmen, wie die Einstellung neuer Lehrkräfte und die Ausbildung von Referendaren, Früchte trägt. Bereits am 1. Februar 2026 wurden 197 neue Lehrkräfte eingestellt, um die bestehenden Bedarfe zu decken.
Zusätzlich dazu haben am 4. Februar 2026 über 200 neue Referendarinnen und Referendare sowie Seiteneinsteiger ihre Ausbildung begonnen. Dies erhöht die Zahl der angehenden Lehrkräfte in Bremen und Bremerhaven auf über 680. Diese Anstrengungen zeigen nun erste Erfolge, indem mehr Bewerber vorhanden sind als benötigt.
Dennoch warnt Rackles davor, die Situation zu unterschätzen. Er betont, dass in bestimmten Regionen und Fächern weiterhin ein Bedarf besteht, insbesondere in den sogenannten Mangelfächern wie Mathematik und Informatik.
Die ablehnenden Entscheidungen könnten ein Signal für andere Bundesländer sein, dass sich Investitionen in die Lehrerausbildung und -rekrutierung auszahlen. Die Entwicklungen in Bremen könnten als Modell für andere Regionen dienen, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind.