Bremen entsiegelt 700 Quadratmeter für neuen Piko-Park
Auf der Kleinen Lucie in der Bremer Neustadt beginnen am 3. August die Bauarbeiten. Bis Oktober sollen Parkflächen, Lebensräume für Tiere und eine Regenwasserzisterne entstehen.
Am Lucie-Flechtmann-Platz in der Bremer Neustadt beginnt am 3. August die Umgestaltung der „Kleinen Lucie“. Der bislang versiegelte, rund 700 Quadratmeter große Bereich an der Westerstraße soll entsiegelt und mit dem benachbarten Gemeinschaftsgarten „Ab geht die Lucie!“ verbunden werden. Die Fertigstellung ist für Oktober vorgesehen.
Geplant ist ein sogenannter Piko-Park, also eine kleine öffentliche Grünfläche mit ökologischer Funktion. Entstehen sollen Sitzgelegenheiten, Hecken, Sträucher, Stauden und kleine Wiesen. Trockenmauern, Totholz, ein Sandarium als Nistplatz für bodennistende Insekten sowie Nisthilfen für Vögel und Insekten sollen Lebensräume schaffen. Ein Haupt- und ein Nebenweg erhalten eine wassergebundene Decke.
Regenwasser für den Garten
Im September soll eine Zisterne mit 15 Kubikmetern Fassungsvermögen eingebaut werden. Sie nimmt Regenwasser vom Dach der benachbarten KSB Service GmbH auf. Das gespeicherte Wasser soll künftig den Park und den angrenzenden Garten versorgen. Nach Angaben der Umweltbehörde ist die Anlage ein Pilotprojekt für grundstücksübergreifendes Regenwassermanagement. Sie soll zugleich die Kanalisation bei Starkregen entlasten.
Baustellen zum Mitmachen
Die Tiefbauarbeiten beginnen mit dem Entfernen der befestigten Fläche und dem Aufbringen von Boden. Danach folgen der Bau der Trockenmauern und die Bepflanzung. Während der Bauphase sind vier Mitmachbaustellen vorgesehen, bei denen Anwohnerinnen und Anwohner helfen können. Die Termine sollen noch veröffentlicht werden.
Die Planung entstand in einem Beteiligungsverfahren mit dem Büro Baumrausch. Projektleiter ist der Verein Kultur-Pflanzen, der den Platz seit 2013 gemeinsam mit Menschen aus der Nachbarschaft als Treffpunkt und Gemeinschaftsgarten entwickelt. Das Vorhaben gehört zur stadtweiten Entsiegelungsaktion „Bremen pflastert ab!“ und wird überwiegend über Bundesmittel für natürlichen Klimaschutz finanziert.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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