Brand bei Neustadt bremst Bahnverkehr Richtung Hannover aus
Nach einer Gasexplosion bleibt die Bahnstrecke zwischen Nienburg und Wunstorf gesperrt. Ersatzbusse fahren, die Dauer der Unterbrechung ist offen.
Nach einem Brand an der Bahnstrecke bei Neustadt am Rübenberge bleibt der Zugverkehr zwischen Nienburg und Wunstorf am Donnerstag zunächst unterbrochen. Die Bahn setzt Ersatzbusse ein. Sie halten auch in Neustadt. Reisende müssen mit längeren Fahrtzeiten rechnen.
Wann wieder Züge fahren können, ist noch unklar. Zunächst müssen Fachleute untersuchen, ob die beiden Brücken am Brandort sicher sind. Erst danach kann die Bahn einen Zeitplan für die Reparatur und die Wiederaufnahme des Verkehrs erstellen.
Gasleitung bei Bohrung getroffen
Auslöser des Feuers waren Bohrarbeiten am Mittwochvormittag. Zwei Arbeiter beschädigten dabei nach Angaben der Feuerwehr eine Gasleitung. Das austretende Gas explodierte aus bislang unbekannter Ursache. Anschließend geriet ein Lastwagen in Brand. Die beiden Männer brachten sich unverletzt in Sicherheit.
Rund 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Wegen des weiter austretenden Gases und der Oberleitungen über den Gleisen bekämpften sie die Flammen zunächst mit einem fest aufgestellten Wasserwerfer.
Brücken werden geprüft
Am Einsatzort führen die B6 und die Nordstraße auf Brücken über die Bahnstrecke. Ein Brückenspezialist und das Technische Hilfswerk prüfen die Bauwerke. Dabei geht es auch um die Gefahr, dass Teile auf die Gleise stürzen könnten. Die Stadt will noch am Donnerstag entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen die B6-Brücke wieder freigegeben werden kann.
Die B6 bleibt zwischen Neustadt-Empede und der B442 bei Neustadt-Himmelreich voraussichtlich bis etwa 14 Uhr gesperrt. Beide Brücken sollen planmäßig im Dezember abgerissen werden. Eine Behelfsbrücke befindet sich bereits im Bau.
Oberleitung beschädigt
Nach ersten Erkenntnissen wurde durch den Brand ein Oberleitungsmast beschädigt und die Oberleitung heruntergerissen. Signale und Kabel entlang der Strecke sind laut Bahn nach aktuellem Stand nicht betroffen.
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ndr.de (recherchiert)Kommentare
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