Bodenaustausch in Farge: 185.000 Kubikmeter Erde werden saniert
Am ehemaligen Tanklager Bremen-Farge beginnt der zentrale Teil der Altlastensanierung. Schadstoffe reichen dort bis zu 30 Meter tief ins Erdreich.
Auf dem Gelände des ehemaligen Tanklagers in Bremen-Farge hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mit einem groß angelegten Bodenaustausch begonnen. Rund 185.000 Kubikmeter belastetes Erdreich sollen ausgehoben und in einer Spezialanlage im Bremer Industriehafen aufbereitet werden.
Besonders stark verunreinigt ist nach Angaben der Behörde der Bereich um den Verladebahnhof II. Dort reichen Schadstoffe bis in eine Tiefe von 30 Metern. Sie bewegen sich mit dem Grundwasser in Richtung Unterweser.
Schutz für das Grundwasser
Neun neue Brunnen sollen verhindern, dass sich die Belastung weiter ausbreitet. Sie fördern verunreinigtes Grundwasser, das anschließend in einer Behandlungsanlage gereinigt wird. Eine bereits bestehende Anlage bleibt zusätzlich in Betrieb. Sie hat seit 2010 nach BImA-Angaben etwa 130 Tonnen Kraftstoffphase aus dem Grundwasser entfernt. Die Sanierung wird fortlaufend überwacht.
Mit dem Aushub werde die eigentliche Schadstoffquelle beseitigt, teilte die BImA mit. Die Arbeiten an dem Bereich laufen seit Februar und sollen insgesamt etwa zwei Jahre dauern. Die Kosten werden mit rund 17,5 Millionen Euro angegeben.
Stilllegung seit 2016
Das Tanklager war zwischen 1935 und 1943 errichtet worden und galt als größtes unterirdisches Tanklager der Welt. Es wurde zunächst von der Wehrmacht, später von der US-Army und der Bundeswehr genutzt. Die Anlage verfügte über 78 Tanks mit einem Fassungsvermögen von mehr als 300.000 Kubikmetern sowie über Verladebahnhöfe und Abfüllstellen.
Der Betrieb wurde 2016 beendet. Der vollständige Rückbau der technischen Anlagen soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Nach der langjährigen Nutzung sind Boden und Grundwasser auf dem Gelände erheblich belastet.
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dieniedersachsen.de (recherchiert)Kommentare
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