„Blaue Reiterinnen“: Große Kunstausstellung kommt nach Bremen
Ein internationales Ausstellungsprojekt rückt die Frauen im Umfeld des „Blauen Reiters“ ins Zentrum. Nach dem Auftakt in Wiesbaden ist eine Station in Bremen geplant.
Das internationale Ausstellungsprojekt „Die Blauen Reiterinnen“ soll nach Bremen kommen. Die Schau widmet sich den Künstlerinnen, die den „Blauen Reiter“ und dessen Umfeld mitprägten. Wann und an welchem Ort die Ausstellung in Bremen zu sehen sein wird, geht aus der Ankündigung noch nicht hervor.
Den Auftakt bildet am 23. Oktober 2026 eine Ausstellung in Wiesbaden. Nach der Bremer Station soll das Projekt 2027 im Lenbachhaus in München gezeigt werden. Anschließend ist eine Präsentation im schweizerischen Ascona vorgesehen.
Künstlerinnen im Mittelpunkt
Im Zentrum steht Gabriele Münter, die von 1877 bis 1962 lebte. Nach Angaben der Ausstellungsmacher präsentierte sie bei den fünf gemeinsam organisierten Ausstellungen des Kreises mehr Werke als alle anderen Beteiligten. Dennoch wird der „Blaue Reiter“ bis heute vor allem mit Wassily Kandinsky und Franz Marc sowie mit Paul Klee und August Macke verbunden.
Das Projekt will diese Wahrnehmung erweitern. Es untersucht die künstlerische und organisatorische Bedeutung der Frauen im Netzwerk. Sie seien lange überwiegend über ihre Beziehungen zu männlichen Kollegen beschrieben worden – etwa als Schülerinnen, Impulsgeberinnen oder Verwalterinnen von Korrespondenz.
Mehr als Nebenrollen
Die Ausstellung stellt dagegen ihre eigenständigen Beiträge zur modernen Kunst heraus. Neben ihrer Arbeit als Künstlerinnen geht es um ihre Rollen als Förderinnen, Organisatorinnen und international vernetzte Akteurinnen. Damit soll die Geschichte der bekannten Künstlergruppe aus einer bislang weniger beachteten Perspektive erzählt werden.
Die Schauspielerin Iris Berben übernimmt die Schirmherrschaft für das von mehreren Stiftungen geförderte Projekt. Weitere Angaben zur Bremer Laufzeit und zum Ausstellungsort wurden zunächst nicht genannt.
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