Bericht: BSAG setzte Verhaltensscanner ohne klares Konzept ein
Nach einem Bericht von netzpolitik.org kam bei der Bremer Straßenbahn AG automatisierte Verhaltensanalyse zum Einsatz – offenbar ohne vorherige klare Planung.
Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) hat nach einem Bericht von netzpolitik.org ein System zur automatisierten Analyse von Verhalten im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt. Demnach war die Technik zunächst nicht Teil eines eigenständigen Überwachungskonzepts, sondern in einem angebotenen System enthalten.
Der Bericht wirft die Frage auf, ob vor dem Einsatz ausreichend geprüft wurde, welche Folgen die Technik für Fahrgäste und deren Persönlichkeitsrechte haben kann. Automatisierte Verhaltensscanner sollen Auffälligkeiten in Videobildern erkennen und melden. Welche Verhaltensweisen dabei als auffällig gelten und wie die Ergebnisse verwendet werden, geht aus der vorliegenden Meldung nicht hervor.
Fragen zum Datenschutz
Besonders sensibel ist der Einsatz solcher Systeme, weil sie nicht nur Bilder aufzeichnen, sondern Bewegungen oder Verhaltensmuster automatisiert auswerten können. Damit stellt sich auch die Frage nach Rechtsgrundlagen, Transparenz und Kontrolle der eingesetzten Technik.
Nach Darstellung von netzpolitik.org fehlte bei der Einführung eine klare Planung. Auch Kenntnisse über den Schutz von Persönlichkeitsrechten seien demnach nicht ausreichend berücksichtigt worden. Eine Stellungnahme der BSAG ist in der vorliegenden Meldung nicht enthalten.
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