Panorama

Bergamt Meppen blickt auf 75 Jahre Rohstoffgeschichte zurück

Das Bergamt Meppen besteht seit 75 Jahren. Bei einer Feierstunde würdigte das LBEG die Rolle des Standorts für Bergbau und Energiefragen im Nordwesten.

11. September 2026, 06:20 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Das Bergamt Meppen ist seit 75 Jahren in der Region tätig. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat das Jubiläum mit einer Feierstunde am Dienstsitz in Meppen begangen. Die Außenstelle bearbeitet heute bergbehördliche Aufgaben im Gebiet westlich der Weser.

Nach Angaben des LBEG entstand der Standort in einer Phase, in der die Erdöl- und Erdgasförderung im Emsland deutlich ausgebaut wurde. Ende 1950 war zunächst eine Abteilung des Bergamts Hannover nach Meppen verlegt worden. Wenige Monate später wurde daraus das eigenständige Bergamt Meppen.

Von der Wohnung zum Amtssitz

Zu Beginn arbeiteten vier Beschäftigte in einer Wohnung in der Innenstadt. Der damalige Zuständigkeitsbereich reichte von der Küste über Oldenburg bis nach Osnabrück. Vor 35 Jahren bezog die Behörde ihr heutiges Gebäude an der Vitusstraße. Nach mehreren Verwaltungsreformen blieb Meppen als Außenstelle erhalten. Von mehr als 350 Beschäftigten des LBEG arbeiten knapp 20 dauerhaft dort.

Neue Aufgaben im Untergrund

LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier verwies auf die enge Verbindung zwischen der Rohstoffförderung und der wirtschaftlichen Entwicklung des Emslandes. Nach seinen Angaben stammen erhebliche Teile der niedersächsischen Einnahmen aus Förderabgaben aus dem Umfeld Meppens. Niedersachsen habe über Jahrzehnte insgesamt rund 20 Milliarden Euro eingenommen.

Für die kommenden Jahre nannte Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier unter anderem die Speicherung von Wasserstoff im Untergrund, tiefe Geothermie und Folgen des Klimawandels als Aufgabenfelder. Kreisbaurat Michael Kiehl betonte zugleich die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit Bergbau. Vor dem Festakt wurde ein neues Hinweisschild zum Dienstsitz eingeweiht; auch eine Erneuerung der Zufahrtsstraße ist angekündigt.

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