Bauanträge in Bremen laufen nur noch digital
Seit Juli akzeptiert die Stadt Bremen Bauanträge ausschließlich online. Mehr als 1.300 Vorgänge sind bereits über den digitalen Dienst eingegangen.
Wer in der Stadt Bremen einen Bauantrag stellt, muss dafür seit dem 1. Juli 2026 einen Onlinedienst nutzen. Auch die weitere Bearbeitung und der abschließende Bescheid erfolgen ausschließlich digital. Vertreter des Bauressorts stellten das Verfahren am Mittwoch, 30. September, dem Bundesbauministerium vor.
In einem gemeinsamen digitalen Vorgangsraum können Antragstellende, Planungsbüros und die zuständige Verwaltung auf das jeweilige Verfahren zugreifen. Das Bremer Projektteam demonstrierte bei dem Treffen, wie Unterlagen eingereicht und anschließend bearbeitet werden.
Mehr als 1.300 Vorgänge
Der vollständigen Umstellung ging eine Übergangsphase voraus. Seit Juni 2025 konnten Bauanträge wahlweise auf Papier oder online abgegeben werden. Bereits im Mai 2026 gingen nach Angaben des Bauressorts rund 80 Prozent der Anträge in den Hauptverfahren digital ein. Insgesamt wurden bislang mehr als 1.300 Vorgänge über den Onlinedienst übermittelt.
Bausenatorin Özlem Ünsal verwies darauf, dass dadurch ausgedruckte Pläne und Aktenordner entfallen. Die digitale Zusammenarbeit solle Wege reduzieren und die Bearbeitung auf beiden Seiten vereinfachen.
Dienst aus Mecklenburg-Vorpommern
Bremen verwendet die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelte Anwendung „Digitale Baugenehmigung“. Sie folgt dem sogenannten Einer-für-Alle-Prinzip: Ein Bundesland entwickelt einen Dienst, den anschließend auch andere Länder einsetzen können. Nach Angaben des Bremer Senats ist das Angebot mittlerweile in 14 Bundesländern und bei mehr als 340 Behörden im Einsatz. Bundesweit seien darüber bereits mehr als 120.000 Anträge gestellt worden.
Staatssekretär Olaf Joachim vom Bundesbauministerium informierte sich in Bremen über die praktische Umsetzung. Der Aktionsplan des Ministeriums sieht vor, dass die digitale Antragstellung bis 2028 bundesweit zum regulären Verfahren wird. Bremen will seine Erfahrungen anderen Ländern sowie der Bauministerkonferenz zur Verfügung stellen.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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