„Babylon Berlin“-Dreh im Rathaus wurde Statisten zu bedrohlich
Für die letzte Staffel von „Babylon Berlin“ wurde das Hamburger Rathaus zum Reichstag. Die aufgeheizte Szene belastete laut Tom Tykwer einige Beteiligte.
Die Dreharbeiten zur fünften und letzten Staffel von „Babylon Berlin“ haben einige Beteiligte an ihre Grenzen gebracht. Regisseur Tom Tykwer berichtete in der „NDR Talk Show“, dass Statisten eine im Hamburger Rathaus inszenierte Reichstagssitzung vorzeitig verließen. Die aufgeheizte Stimmung sei ihnen zu bedrohlich geworden.
Für die Szene hatte das Filmteam den Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft vollständig besetzt. Dargestellt wurde eine turbulente politische Debatte im Reichstag. Zwischen den verschiedenen Gruppen im Saal habe sich während der Aufnahmen eine starke Aggressivität entwickelt, erinnerte sich der 61-jährige Regisseur.
Parallelen zur Gegenwart
Tykwer verband seine Erfahrungen am Set mit dem gegenwärtigen politischen Klima. Die Schärfe heutiger Debatten, ein respektloser Umgang und zunehmend drastische Auseinandersetzungen seien aus seiner Sicht Warnzeichen. Die Gesellschaft müsse diese Entwicklung aufmerksam verfolgen.
„Babylon Berlin“ erzählt von politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen in der Weimarer Republik. Die Serie startete 2017. Teile der neuen Staffel entstanden nun in Hamburg, wo das Rathaus als Kulisse für das damalige Reichstagsgebäude diente.
Finale in acht Folgen
Die ersten vier Folgen der Abschlussstaffel zeigt das Erste am 19. September ab 20.15 Uhr. Die weiteren vier Episoden folgen am Freitag, 25. September, ab 22.20 Uhr. Alle acht Folgen sind bereits in der ARD-Mediathek verfügbar.
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Nordsee-ZeitungKommentare
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